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Rügen Rügens beliebtester Döner ist knusprig und knackig
Vorpommern Rügen Rügens beliebtester Döner ist knusprig und knackig
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09:24 11.09.2019
Inhaber Aydin Vayram mit Sohn Taifun, Schwager Ahmet Dinsever (vorn) und Stammkundin Anja Hennig. Quelle: Uwe Driest
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Bergen

„Wir haben erst vor zwei Tagen davon erfahren, dass die Abstimmung lief und freuen uns jetzt umso mehr, dass wir auf Rügen vorne liegen“, sagte Aydin Vayram, als er die Nachricht vom ersten Platz im OZ-Döner-Contest erhielt. Sein „Döner am Bahnhof“ lag beim OZ-Wettbewerb der beliebtesten Dönerladen in MV am Ende mit 177 Stimmen (20,8 Prozent) vor dem „Döner Kebab Alibaba“ beim Real-Markt in Bergen, der 153 Stimmen (18 Prozent) erhielt. Die beiden Bergener Imbisse verwiesen die „Alanya Döner & Pizzeria“ in Sassnitz (93 Stimmen, 10,9 Prozent) auf den dritten Platz von inselweit insgesamt 18 Dönerläden, auf die sich die 850 Stimmen der Teilnehmenden verteilten.

Den Imbiss am Bergener Bahnhof gibt es bereits ein Vierteljahrhundert und 2001 begann Aydin Vayram dort zu arbeiten. Weil der Döner seinen Siegeszug trotz BSE-Krise und Gammelfleischskandal fortsetzte, übernahm er den Stand vor zehn Jahren und machte sich selbstständig.

Hier geht’s zur Abstimmung beim OZ-Dönerladen-Test

Hier können Sie entscheiden, welcher Döner-Imbiss den Titel „Beliebtester Dönerladen von MV“ verdient. Zuvor haben wir hunderte Vorschläge der OZ-Leser eingesammelt und elf regionale Sieger gekürt. Nun treten diese Gewinner gegeneinander an. Unter allen Teilnehmern der Umfragen verlosen wir drei Döner-Gutscheine im Wert von jeweils 50 Euro – für einen Laden Ihrer Wahl.

Abstimmung über den beliebtesten Dönerladen in MV

Salat ist immer frisch geschnippelt

„Ich habe für Aydin gestimmt, weil das Fleisch immer sehr knusprig ist und die Soßen eindeutig die besten der Insel sind“, schwärmt Stammkundin Anja Hennig. Die junge Frau arbeitet beim Familienhilfe-Verein und versorgt sich in ihrer Mittagspause mindestens einmal in der Woche mit einer türkischen Pizza mit viel Knoblauch und geraspelten Möhren.

Anja kommt schon lange zu uns und auch ihre Kinder kennen wir schon, seit sie kleine Babys waren. Heute kommen die auch schon mal allein vorbei“, sagt Ahmet Dinsever. Er ist der Schwager des Inhabers und schnippelt jeden Vormittag Kraut und Möhren fürs Fladenbrot. „Deswegen ist der Salat immer besonders knackig und das mögen unsere Kunden“, sagt er.

Das weiß Aydin Vayrams Sohn Taifun nicht wirklich zu schätzen. Der Neunjährige besucht die Altstadtgrundschule und kommt nach dem Unterricht auf eine Bratwurst und Pommes mit Ketchup vorbei. Musiklehrer Martin Mempel wohnt zwar in Bergen, aber wenn der Arbeitsplan allzu dicht ist, was vielleicht einmal die Woche vorkommt, huscht er von der Musikschule zum nebenan gelegenen Imbiss und ordert einen „Döner komplett ohne Tomaten“. Neben dem kompletten Döner und allerlei Würsten bietet der „Döner am Bahnhof“ aber auch eine vegetarische Variante und Falafel, aus Kichererbsen zubereitete Bällchen, an.

Alte Bude weicht neuem Container

Zu den Stammkunden des „Döner am Bahnhof“ zählen auch die Taxifahrer, die ihren Stellplatz unmittelbar davor haben. Bis zur Auflösung ihrer Taxigenossenschaft konnten sie die an den Imbiss angrenzende kleine Bude nutzen und sich darin einen Kaffee kochen. Jetzt nutzt sie Aydin Vayram als Lagerraum. „Die Bude werden wir im Winter noch vermissen“, sagt Taxifahrer Wolfgang Schreiber. „Wir kommen gut aus mit den Kümmeltürken“, sagt ein anderer Droschkenlenker augenzwinkernd und Uwe Dobbert, der von der Konkurrenz ist und einen Mietwagen chauffiert lobt: „Ich komme immer hier her, weil es schön scharf ist.“

Eigentlich käme die willkommene Würdigung einige Wochen zu früh, sagt Vayram. Ende Oktober will er nämlich die alte Holzbude abreißen, die dann einem neuen und modernen Container weichen soll. Der soll dann verglast sein und eine neue Küche beherbergen. „Dann wollen wir auch Chicken- und Gemüse-Döner anbieten“, sagt Ahmet Dinsever. Außerdem sollen Kunden im Inneren an einigen Stehtischen Platz finden.

Rabatt nach Neueröffnung

Das dürfte die Taxifahrer freuen, die dann Sprit für ihre Standheizungen sparen und einen heißen Kaffee serviert bekommen. In der Zwischenzeit will Aydin Vayram seine Döner aus dem Wagen heraus verkaufen, den er sonst auf dem Gelände der Störtebeker-Festspiele in Ralswiek betreibt. „Nach der Neueröffnung Anfang November wird es wohl ein paar Tage Rabatt geben“, kündigt er schon mal an.

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