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Rügen Nach Unfall: Farbe an Händen überführt Schmierfinken
Vorpommern Rügen Nach Unfall: Farbe an Händen überführt Schmierfinken
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13:35 03.12.2019
Symbolfoto: Ein Streifenwagen der Polizei im Einsatz Quelle: Tilo Wallrodt
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Bergen

Am Montagabend gegen 21.30 Uhr meldete ein Hinweisgeber über den Notruf, dass er beim Vorbeifahren in der Dammstraße in Bergen eine Person beobachtet habe, welche Graffiti an Fassaden anbrächte. Die sofort eingesetzte Funkstreifenwagenbesatzung des Polizeihauptreviers Bergen konnte am Tatort keine Personen mehr feststellen. Sie nahmen Sachbeschädigungen an insgesamt sieben Wohnhäusern und dem Sparkassengebäude entlang der Billrothstraße, Dammstraße und Schulstraße auf. Mittels grauer Sprühfarbe waren Schriftzüge wie „Fuck Cops“, „Fick die Polizei“ und „ACAB“ (Szenesprache für „All Cops are Bastards) in einer Größe von bis zu vier Metern aufgetragen worden. Auch sieben Hakenkreuze wurden an Hauswände geschmiert. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 5500 Euro.

Gegen 22 Uhr meldete dann ein Bürger, dass eine Person in der Schulstraße beim Ausparken gegen sein Fahrzeug gefahren sei. Fahrzeugführer des unfallverursachenden Pkw war ein 17-Jähriger aus Bergen, der unter Alkoholeinfluss stand und einen Atemalkoholwert von etwa 1,7 Promille hatte. Zudem war er nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis. An den Fahrzeugen entstand ein Schaden von etwa 2000 Euro.

Während der Unfallaufnahme stellten die Beamten frische Farbanhaftungen an Händen und Kleidung des 17-Jährigen fest, welche im Farbton mit den zuvor festgestellten Graffitis übereinstimmten. Dem Tatverdächtigen wurde aufgrund des Verdachts des Unfalls unter Alkoholeinfluss eine Blutprobe entnommen. Seine Oberbekleidung wurde zu Beweiszwecken sichergestellt. Während der polizeilichen Maßnahmen im Revier leistete der 17-Jährige teilweise erheblichen Widerstand und beleidigte die eingesetzten Beamten. Da er an diesem Abend nicht an Sorgeberechtigte übergeben werden konnte, wurde er über Nacht zur Verhinderung weiterer Straftaten in Gewahrsam genommen.

Der Jugendliche ist bereits wegen Sachbeschädigungen polizeibekannt. Im November wurden in Bergen drei Anzeigen wegen Sachbeschädigung durch Graffiti erstattet, bei denen Hakenkreuze gesprüht wurden. Im Rahmen der Ermittlungen wird nun geprüft, ob der Jugendliche auch für diese Straftaten in Betracht kommt.

Aufgrund des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ist der Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Anklam in die Ermittlungen zu den Sachbeschädigungen eingebunden. Darüber hinaus wird sich der Jugendliche für die Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahrens ohne erforderliche Fahrerlaubnis und wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte verantworten müssen.

Von Uwe Driest

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