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Rügen Singen spendet soziale Wärme
Vorpommern Rügen Singen spendet soziale Wärme
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08:34 24.12.2018
Zum ersten Mal veranstaltete das Ostseebad Baabe ein Weihnachtssingen auf dem örtlichen Sportplatz. Quelle: Uwe Driest
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Baabe

 Und wer hat's erfunden? Union Berlin. Vor 15 Jahren begründete der Fußballverein die Tradition, am Tag vor Heiligabend zu weihnachtlichem Gesang in die Alte Försterei zu laden. Viele andere Vereine folgten dem Beispiel der Eisernen und nun drang die Idee auch bis in den äußersten Nordosten vor. Am Sonnabend vor Heiligabend gab es auf dem Sportplatz von Blau-Weiß 50 Baabe zum ersten Mal auch auf Rügen ein Weihnachtssingen. „Gemeinsam singen, zusammen feiern“, lautete die Devise von Kurverwaltung und Sportverein. Jeder der etwa 200 Besucher bekam am Eingang ein Heft in die Hand gedrückt, das Noten und Texte von 13 deutschen und zwei englischen Weihnachtsliedern enthielt. Angeleitet von Kantorin Barbara Hesse an der Blockflöte, Maria Schuldt an der Gitarre sowie sechs Mitgliedern des Mönchguter Kirchenchors, sangen Groß und Klein hingebungsvoll etwa eine Dreiviertelstunde lang weihnachtliche Lieder. Obwohl in „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ angekündigt wird, jener werde „Trommel, Pfeifen und Gewehr, Fahn' und Säbel, ja ein ganzes Kriegesheer“ bringen, blieb es friedlich und besinnlich im Stadion, in dem es sonst schon mal zur Sache geht. Wehrführer Arne Fründt war mit Bruder René und dessen Frau Madeleine unterwegs, der das Lied „In der Weihnachtsbäckerei“ am besten gefiel. Wolfgang Müller aus Göhren verband den Besuch im Stadion gemeinsam mit Frau Maria und Sohn Felix mit einem vorweihnachtlichen Spaziergang am Strand entlang. „Ich finde besonders schön, dass die vielen Menschen trotz des ungemütlichen Wetters ihr Haus verlassen haben“, sagt er. Dem Anliegen von Kurverwaltung und Verein, Einwohnern und Gästen auf diesem Weg Frohe Weihnachten zu wünschen, zollt er „großen Respekt, weil es Gemeinwesenarbeit heutzutage nicht mehr leicht hat“. Das unterstreicht Kurdirektorin Uta Donner: „In einer Zeit des Jahres, zu der man damit nicht mehr rechnet, haben wir noch einmal einen Höhepunkt setzen wollen, der sich gerade auch an die einheimischen Beschäftigten richtet.“ „Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz und der Verkauf von Bratwurst, Glühwein und Kinderpunsch tut der Vereinskasse gut“, gibt sich auch Hennry Hänsel zufrieden, Vorsitzender des 1950 gegründeten Vereins, der heute rund 200 Mitglieder hat.

Mitgebracht hat die Idee Johanna Goldstein, die ihre Tätigkeit bei der Kurverwaltung vor einem halben Jahr aufnahm. Die Event-Managerin kommt zwar ursprünglich aus Bochum, wurde aber über einen Freund zum Fan von Union Berlin. „Dort werden sich auch am Sonntag trotz des Auswärtsspiels in Aue 27 000 Sänger einfinden“, war sie sich sicher. Alles hatte im Jahr 2003 mit 89 Leuten in der Alten Försterei von Berlin begonnen. Seither fand das weihnachtliche Singen „Alle Jahre wieder“ statt und ist inzwischen ein generations- und vereinsübergreifendes Ereignis, zu dem heute bundesweit Zehntausende in die Stadien strömen. Während mancherorts die Liedertexte per Laser-Technik eingespielt werden und „Handykerzen“ feierliche Stimmung verbreiten sollen, flackerte in Baabe noch echtes Kerzenlicht, das schließlich auch angenehme Wärme verbreitet.

Uwe Driest

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