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Rügen Rügen trauert um Hoteldirektor Werner Kutter
Vorpommern Rügen Rügen trauert um Hoteldirektor Werner Kutter
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17:10 20.01.2015
Gut gelaunt und voller Energie: So kannten seine Weggefährten Werner Kutter († 47). Quelle: Heike Seelenbinder
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Neddesitz

Einer der prominentesten und wohl auch beliebtesten Hoteldirektoren Rügens ist tot: Wie jetzt bekannt wurde, starb Werner Kutter († 47) bereits am 11. Januar nach kurzer schwerer Krankheit.

Weggefährten, Berufskollegen und Bekannte sind geschockt von der Nachricht: „Ich habe da enorm dran zu knabbern“, gibt Peter Hick, Intendant der Störtebeker Festspiele, zu. Er arbeitete über zehn Jahre eng mit Kutter zusammen. Mit der Neddesitzer Ferienanlage, die der Manager von 2001 und 2007 und von 2009 bis Anfang 2014 leitete, verband Hick eine enge Kooperation. Er brachte dort Schauspieler unter, gab große Pressekonferenzen. „Werner war ein feiner Kerl, dessen jungenhafte Freundlichkeit mir immer in Erinnerung bleiben wird“, sagt Hick. Äußerst beliebt war Kutter auch bei seinen Mitarbeitern, wie seine langjährige Marketingchefin Heike Seelenbinder betont: „Wenn er im Raum war, wurde immer viel miteinander gelacht“, erinnert sie sich.

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Nach einer spannenden Zeit in Erfurt, wo Kutter bereits mit 29 Jahren als einer der jüngsten Hoteldirektoren der Republik fungierte, entsandte ihn Steigenberger auf Deutschlands größte Insel. Dort  baute der gebürtige Allgäuer ab 2001 Neddesitz auf, unterbrochen nur von zwei Jahren als Hotelchef im italienischen Meran. Bis zur Übernahme der Firma Precise Anfang 2014 in Neddesitz und dem damit verbundenen Ausscheiden Kutters hieß der Standort Jasmar Resort und war mit 750 Betten das größte Ferienresort Rügens.

Bis vor kurzem war Kutter mit der Abwicklung von Jasmar beschäftigt gewesen. „Er saß deshalb noch Mitte Dezember bei mir in Ralswiek im Büro. Er hat über Pläne berichtet, sich in der Rügener Hotelbranche neu zu orientieren und für die Familie ein neues Heim zu suchen“, berichtet Hick. Doch dann ging alles furchtbar schnell, schlug der Krebs erbarmungslos zu. „Für mich ist es unvorstellbar, dass er nicht mehr da sein soll“, sagt Heike Seelenbinder. Einige Mitarbeiter in Neddesitz sagten, der positive Geist Kutters schwebe noch durch die Gänge, berichtet die Ex-Marketingchefin. Der Hoteldirekor – über zwei Meter groß – habe einfach auch ein ganz großes Herz gehabt.

Die noch aktive Facebook-Seite Werner Kutters zeugt davon – sie ist gespickt mit dutzenden Beileidsbekundungen. „Ich habe ihn sehr gemocht, sein Tod ist ein großer Verlust,“ sagt auch Thomas Wuitschik, langjähriger Chef des Insel-Tourismusverbandes. Werner Kutter hinterlässt seine Ehefrau Susanne und die beiden Töchter Annalena und Lisa Marie.



Alexander Loew