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Rügen Rügener Gemeinden fordern Sonderregelung für Insel-Kitas
Vorpommern Rügen Rügener Gemeinden fordern Sonderregelung für Insel-Kitas
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13:51 16.10.2016
Mädchen und Jungen der Kita „Kleiner Fratz“ in Putbus beim Umzug zum 60. Geburtstag der Einrichtung. Quelle: Gaia Born
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Putbus

In den Kindertagesstätten von Putbus (Landkreis Vorpommern-Rügen) werden die Erzieher knapp. Mit einem Antrag an das Bildungsministerium MV versucht die Stadt jetzt, die Stellung der Kinderpfleger so zu stärken, dass auch sie in den vorgeschriebenen Betreuungsschlüssel für Kindertagesstätten mit eingerechnet werden können. Besonders deutlich wurde das Problem in der Putbuser Kita „Kleiner Fratz“. Dort fehlten die Erzieher, um den Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz auch praktisch abzubilden, erklärt Kita-Leiterin Sabine Fort. „ Die Kapazitäten, um weitere Kinder aufzunehmen, hätten wir. Aber wir finden keine Erzieher und unsere Kinderpfleger dürfen laut des Kindertagesförderungsgesetzes leider nicht in den Betreuungsschlüssel eingerechnet werden, der vorschreibt, wie viele Kinder auf einen Erzieher kommen dürfen.“

Die Stadt Putbus wendet sich nun  an das Sozialministerium, das Bildungsministerium von Mecklenburg-Vorpommern und das Jugendamt des Landkreises Vorpommern-Rügen und regt eine kurzfristige Sonderregelung und die langfristige Änderung des entsprechenden Paragraphen im Kindertagesförderungsgesetzes an. „Wir wollen damit um Himmels willen keine Fachausbildungen unterlaufen. Uns ist sehr bewusst, dass man trotzdem auf Qualität achten muss“, sagt Bürgermeisterin Wilke. „Aber Kinderpfleger werden aktuell schon als Assistenzkraft in den Krippengruppen eingesetzt. Bislang müssen sie aber vom Träger selbst finanziert werden. Das ist auf Dauer nicht zu leisten.“

Damit ihr Anliegen noch mehr Schlagkraft bekommt, hat sich Bürgermeisterin Beatrix Wilke an die anderen Gemeinden Rügens gewandt mit der Bitte, den Antrag an die Ministerien zu unterstützen. „Wir sind nicht die einzigen mit dem Problem und sollten dafür sorgen, dass es gehört wird“, meint sie. Die Resonanz aus den Gemeinden sei groß, berichtet sie. „Unterstützung für die Idee kommt unter anderem von Karsten Schneider (Binz), Uwe Ahlers (Dranske), Sandro Wenzel (Sagard), Jens Hoyer (Zirkow) und Reinhard Liedtke (Sellin)“, so Wilke. „Auch Iris Möbius (Putgarten) und Petra Harder (Wiek) haben ihre Zustimmung signalisiert.“

Anne Friederike Ziebarth

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