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Rügen Rügener Geschichte über das Schweigen, Erinnern und Erzählen
Vorpommern Rügen Rügener Geschichte über das Schweigen, Erinnern und Erzählen
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16:00 18.06.2019
Der Film „“Landstrich“ läuft bis zum 11. Oktober täglich von 9 bis 17 Uhr in Endlosschleife in der Kapelle St. Jakob Kasnevitz. Quelle: Uwe Driest
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Putbus-Kasnevitz

Juliane Ebner traf Martin Hurtienne im Bundestag. Er hatte dort geschäftlich für seine Firma FLZ in Lauterbach zu tun, sie arbeitete im Rahmen eines Stipendiums an ihrem Film über „Uns Deutsche“. Dessen Handlung hat die (Familien-) Geschichte während zweier Diktaturen zum Inhalt und handelt in der Region Rügen. Es geht darin um Vater- und Mutterland, um Herkunft und Heimat, um Fotos aus Nazi- oder DDR-Zeit und natürlich um die wunderbaren Strichzeichnungen von Juliane Ebner. „Ein Strich, der von allen guten Geistern beseelt zu sein scheint“, wie es der Kunstwissenschaftler Christoph Tannert vom Künstlerhaus Bethanien ausdrückt. So fragte Hurtienne die Stralsunder Künstlerin kurzerhand, ob sie den Streifen nicht vielleicht in den Räumen seiner heimischen Kirchengemeinde zeigen wolle. „Als 89-erin freute ich mich wahnsinnig über die Anfrage aus meiner Heimat“, sagt Juliane Ebner.

Film läuft bis Oktober in Kasnevitz

„Das Werk ist biografisch inspiriert, aber nicht auto-biografisch“, betont Juliane Ebner. Den halbstündigen, auf hunderten Zeichnungen basierenden Trickfilm erstellte sie ohne Hilfe eines Computers und zeichnete immer mindestens zwei Dutzend Einzelbilder in der Sekunde. „Landstrich“ handelt vom Schicksal einer deutschen Familie zwischen Kriegsende und Mauerfall. Er beginnt mit den Sätzen: „Nach dem Krieg hatte meine Großmutter ein schlechtes Gewissen, weil sie noch lebte. Ihr Mann hatte ihr eine Pistole gegeben und gesagt, wenn der Russe käme, solle sie zuerst die Kinder und dann sich selbst erschießen, und das hatte sie nicht getan.“ Die Großmutter hatte ihr Leben lang Angst vor Russen und Regen und sorgte sich stets um das Wetter und die Welt, erklärt die Stimme der Erzählerin. Die hat einen Bruder, „der Malte hieß, wie der Fürst auf der Insel“.

Der Film sei ein „formal wie inhaltlich herausragendes filmisches Werk“, lobte die Fachwelt und würdigte Ebners Werk mit der „Goldenen Lola“, dem Deutschen Kurzfilmpreis und mittlerweile fast 50 weitere Würdigungen.

Der Film „Landstrich“ läuft bis zum 11. Oktober täglich von 9 bis 17 Uhr in Endlosschleife in der Kapelle St. Jakob Kasnevitz.

Uwe Driest

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