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Rügen Rügens Milchbauern attackieren Milchriesen DMK
Vorpommern Rügen Rügens Milchbauern attackieren Milchriesen DMK
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05:11 02.06.2018
Die Molkerei in Bergen (Vorpommern Rügen) produziert seit Jahrzehnten die Ost-Traditionsmarke „Rügener Badejunge“. Das Deutsche Milchkontor (DMK) will das Werk schließen, der Camembert wird dann in Thüringen produziert. Doch es gibt Widerstand gegen die Schließung. Quelle: Norbert Fellechner
Bergen

Rügens Milchbauern wenden sich an die demokratischen Gremien des Deutschen Milchkontors (DMK). In einem Brief an Vorstand, Aufsichtsrat, Beirat und Mitglieder der Vertreterversammlung – insgesamt etwa 400 Landwirte – kritisieren die Rüganer den „unverantwortlichen Umgang mit genossenschaftlichem Vermögen“.

Hintergrund ist die Weigerung des Konzerns, die Bergener „Badejunge“-Molkerei zu verkaufen. „Da es einen ernsthaften Interessenten aus der Milchbranche gibt, sollten Verkaufsgespräche geführt werden“, verlangen die Landwirte. Durch die für 2019 geplante Schließung und den damit verbundenen Stellenabbau entstehe der Genossenschaft „ein enormer finanzieller Schaden“, meinen die Landwirte, die selbst Genossenschaftsmitglieder sind, ihre Mitgliedschaft aber zu Ende Dezember 2018 gekündigt haben. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten beziffert die Kosten für Stilllegung und Abfindungen auf rund sieben Millionen Euro.

Verkauf könnte Verlust für Genossenschaft minimieren

Durch den Verkauf an einen potenziellen Betreiber könne der „Verlust für die Genossenschaft minimiert werden“, heißt es in dem Schreiben, der unter anderem an Bauern in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Brandenburg, Niedersachsen, Hessen und Thüringen geschickt wurde.

„Bitte überdenken Sie Ihre Entscheidung“, wenden sich die Landwirte direkt an die DMK-Verantwortlichen. Eine kleine Molkerei auf Rügen mit Camembert-Produktion sei „in keinster Weise eine Konkurrenz“ für den Milchriesen mit derzeit 23 Standorten.

Im Namen von rund 20 Rügener Milcherzeugern haben vier Bauern den Offenen Brief unterschieben: Jürgen Habbe (Dumsewitz), Uwe Meerkötter (Siggermow), Johann Trophoff-Kaup (Neklade) und Jochen Vömel (Parchtitz).

Ehlers Elke

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