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Rügen Rügens erste Mitfahrbänke stehen Ende Oktober in Putbus
Vorpommern Rügen Rügens erste Mitfahrbänke stehen Ende Oktober in Putbus
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17:57 09.10.2019
Mitfahrbänke können trotz ausgedünnten Nahverkehrs die Mobilität auf dem Lande sichern. Quelle: dpa
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Putbus

In der Stadt Putbus werden Rügens erste Mitfahrbänke aufgestellt. Dies soll Ende dieses Monats geschehen, informierte Bürgermeister Beatrix Wilke (parteilos) während der jüngsten Stadtvertretersitzung. Auf einer vor etwa 20 Monaten hatten die Volksvertreter bereits den entsprechenden Beschluss gefasst und waren damit dem Antrag der Fraktion „CDU Putbus – Denk mal“ gefolgt. Demnach sollen vorerst drei Bänke im Stadtgebiet aufgestellt werden – im oberen Bereich des Circus’, an der Tankstelle sowie im unteren Bereich des Marktes.

Jugendliche gaben den Anstoß

Den Anstoß dazu hätten zwei Jugendliche Ende 2017 gegeben. „Die damaligen Elftklässler aus Putbus waren bei unserer öffentlichen Fraktionssitzung dabei und haben deutlich gemacht, dass es für sie ohne eigenes Auto schwierig ist, von Putbus aus kurzfristig in andere Orte auf der Insel zu gelangen, weil das Angebot des Nahverkehrs in manchen Ecken der Insel doch sehr ausgedünnt ist“, erinnert sich Präkel an die von den Jugendlichen geschilderten Probleme, die bis heute aktuell sind. Um trotzdem mobil zu bleiben, wünschten sie sich deshalb eine Tramperbank.

Aufgestellt an viel befahrenen Straßen

In anderen Gegenden Deutschlands sieht es dagegen anders aus. Dort, wo Orte nicht oder schlecht an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen sind, tragen die Sitzgelegenheiten, die auch Tramperbank genannt werden, dazu bei, dass die Menschen trotzdem mobil bleiben. Die Bänke sind praktischerweise an viel befahrenen Straßen aufgestellt und entsprechend gekennzeichnet. Wer da sitzt, möchte irgendwo hin. Ganz ausgefeilte Mitfahrbänke sind zudem mit Klappschildern versehen, so dass der Autofahrer auch gleich weiß, wohin der Tramper will.

Projekt könnte ausgedehnt werden

Das Vorhaben solle durchaus nicht auf Putbus begrenzt bleiben. „Wenn dieses Projekt gestartet ist und gut angenommen wird, könnte es in einem weiteren Schritt auch auf Ortsteile unserer Stadt ausgedehnt werden.“ Dann wäre es auch den dort lebenden und nicht motorisierten Einwohnern möglich, nach Putbus zum Rathaus, zum Arzt oder zum Einkaufen oder sonst wohin zu gelangen.

Versicherungstechnisch scheint eine Mitfahrbank unkompliziert. Der Mitfahrer soll über die Kfz-Versicherung des Fahrers versichert sein. Als ideal wird es angesehen, dass das Projekt auch auf andere Orte ausgedehnt wird, damit man von dort auch wieder zurückkommt.

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Von Chris Herold

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