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Rügen In Binz: So sehen die gigantischen Sandskulpturen aus
Vorpommern Rügen In Binz: So sehen die gigantischen Sandskulpturen aus
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16:03 17.03.2019
Störtebekers Henker wurde von Donatas Mockus aus Litauen in Form gebracht. Quelle: Jens-Uwe Berndt
Binz

Für das Sandskulpturen Festival in Binz könnte 2019 ein Jahr der Superlative werden: Nicht nur, dass man bei der Besucherzahl wieder deutlich über 200 000 kommen will und womöglich einen neuen Spitzenwert anstrebt – Ende April startet auch ein weiterer Versuch, den Weltrekord der höchsten jemals gebauten Sandburg zu knacken. Der Kiesberg von 2017 liegt noch. Damals stand die Rekordburg schon, stürzte bei der Abnahme der letzten Verschalung allerdings ein.

Im zehnten Jahr des Festivals, das von der Skulptura Projects GmbH Bergen veranstaltet wird, stehen Motive im Mittelpunkt, die es zumindest thematisch bei vorangegangenen Ausstellungen schon einmal gegeben hat. Und die besonders gut angekommen sind, sagt der künstlerische Leiter, Martin de Zoete. „Das ist so eine Art Best of“, erläutert der Holländer, der die Themen aussuchte. „Und da wir immer andere Künstler hier haben, kommt es zu kompletten Neuinterpretationen.“ Als Beispiel nennt er „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ von Marieke van der Meer aus Holland. „Die Christiane F. sieht so gar nicht wie ein Junkie aus, eher wie ein Model.“ Familienfreundlich nennt er das schmunzelnd. Aber es sei grundsätzlich Sache des Künstlers, wie er ein Thema interpretiere.

Wieder über 200 000 Motive

Eventleiter Tilo Lang (38) aus Glowe hofft auch wegen der starken Motive auf eine große Publikumsresonanz. „Allerdings spielt das Wetter eine erhebliche Rolle, denn bei der Hitze im vergangenen Jahr kamen so wenige wie noch nie“, sagt er. Keine 150 000 waren gezählt worden. Da der Spitzenwert laut Lang bei rund 230 000 liegt, ist das ein enormer Einbruch. Auch der zweite Weltrekordversuch könnte Anziehungskraft besitzen. „Wir wollten ihn schon vergangenes Jahr wiederholen, als ein Besucher in unserem Sandberg allerdings Küstenschwalben entdeckte und das sofort dem BUND meldete. Nachdem die Vögel ausgeflogen waren, haben wir den Berg etwas abgetragen. Und damit sie nicht wieder Nester bei uns bauen, werden wir schon im April mit der Verschalung beginnen.“

Die zehnte Veranstaltung in Binz zeigt Neuinterpretationen von beliebten Themen der zurückliegenden neun Jahre.

Der aktuelle Rekord liegt bei 16,68 Metern und wurde nur zwei Monate nach dem legendären Sandburgeinsturz von Binz in Duisburg aufgestellt. „Wir streben jetzt 18 bis 19 Meter an“, sagt Lang. „Und wir haben aus dem ersten Versuch gelernt: Das Fundament wird breiter und die Künstler bekommen mehr Zeit.“ Skulptura-Projects-Geschäftsführer Thomas van den Dungen ist laut Tilo Lang jedenfalls voller Enthusiasmus und Ehrgeiz, es diesmal hinzubekommen. „Wir haben 2011 am Strand zwischen Glowe und Juliusruh mit 27,5 Kilometern die längste Sandburg der Welt gebaut, jetzt möchte Herr van den Dungen auch den Titel für die größte auf die Insel holen.“

Puhdys mit dabei

Die neue Ausstellung besticht in diesem Jahr vor allem durch monumentale Bilder. Riesig türmt sich beispielsweise der „Baron von Münchhausen“ (Sanita Ravina, Lettland) auf, gigantisch die Unterwasserwelt (Zsolt M. Tóth, Ungarn), die Afrikamotive (Konstantin Kuziarin, Russland) oder „Die Piraten der Karibik“ (Bagrat Stepanyan und Ivan Zverev, Russland). Auf Hinweis der Festivalsprecherin Bianca Lohr befindet sich mit den Puhdys in der Musikecke jetzt auch eine Legende der DDR-Rockmusik (Oleg Masalitin, Ukraine). Ansonsten wird auf Abba (Max Bespalov, Russland), AC/DC und Rammstein (Pavel Solovov, Russland) sowie Beethoven, Wagner und Bach (Vladimir Kuraev, Russland) verwiesen. Besonderer Clou: Vor einer Sandmännchen-Kulisse (Andrey Vazhynskyy, Ukraine) können sich Besucher ein Erinnerungsfoto schießen.

Das Sandskulpturenfestival geht dieses Jahr bis zum 3. November. Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Jens-Uwe Berndt

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