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Rügen Vergängliche Kunstwerke auf Sand gebaut
Vorpommern Rügen Vergängliche Kunstwerke auf Sand gebaut
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07:56 12.03.2019
Auch Martin Luther gehört zum Besten aus zehn Jahren Sandskulpturenfestival. Konstantin Evdokimov aus Russland legt letzte Hand an. Quelle: Sandskulpturenfestival
Binz

Die Sandskulpturen-Ausstellung in Binz findet in diesem Jahr zum zehnten Mal statt. „Aus diesem Anlass gibt es diesmal kein Einzelmotto, sondern ein 'Best of' der Themen aus den vergangenen Jahren“, so Martin de Zoete, künstlerischer Leiter des Festivals. Themen aus Märchen, Film, Musik, Geschichte, aber auch aus der Störtebeker-Saga und sogar eine Reise um die Welt hat er im Programm. So sind beispielsweise der Froschkönig, Martin Luther, das Taj Mahal sowie Szenen aus Fluch der Karibik, Avatar und Harry Potter auf der Festwiese am Ortsausgang Richtung Sassnitz zu bewundern.

Ein Team von 50 Leuten aus mehreren Ländern erschafft die Sandskulpturen, für die im ersten Schritt Sandblöcke gepresst und aufeinandergestapelt werden. Aus diesen modellieren die Künstler mithilfe von Sägen, Schaufeln, Skalpellen und Pinseln dann Menschen, Gebäude oder Landschaften. Wenn es sehr kalt ist, kommen auch schon mal Hammer und Brenner zum Einsatz. „Zu den wohl wichtigsten Arbeitsmitteln zählen aber ohne Zweifel Vorstellungskraft und Kreativität“, meint Martin de Zoete. Insgesamt 16 000 Tonnen Sand benötigen die Künstler, um die meterhohen Skulpturen anzufertigen. Damit die nicht auseinanderfallen, muss der Sand besonders jung und scharfkantig sein. Bezog man das Baumaterial in den Vorjahren daher per Schiff aus Holland, kämen diesmal fast vollständig aus Zirkow und von anderen Orten der Insel, sagt de Zoete.

So wie es beim Weltrekordversuch vor zwei Jahren geschah, als die Veranstalter um Martin de Zoete sich daran gewagt hatten, die größte Sandburg der Welt zu bauen. Über 16 Meter hoch – einen Meter mehr als der bestehende Rekord – ragte die Burg bereits in den Himmel, doch vier Tage vor Fertigstellung fand der Traum ein abruptes Ende. Nach Entfernen der letzten Verschalung auf sieben Metern Höhe war in dem Riesenkunstwerk ein Riss entstanden und binnen weniger Sekunden zerfiel die Märchenburg zu nichts als Sand. „Ein paar Türme, Treppen und Fenster waren noch zu sehen, aber die Arbeit von mehreren Wochen lag zerstört am Boden und wir waren alle unendlich traurig“, so de Zoete.

Wer selber einmal Hand anlegen will, muss nicht warten, bis er mit Eimer und Schaufel an den sommerlichen Ostseestrand ziehen kann. Wenn große oder kleine Besucher für einen Tag einmal selber Künstler sein möchten, haben sie Gelegenheit, im Spielzelt kreativ zu werden. Mit dem gleichen Spezialsand, den auch die Profis nutzen, können die jüngsten Besucher ihre eigenen Skulpturen bauen und sich dabei von den Eltern unterstützen lassen.

Das Sandskulpturen-Festival auf der Insel Rügen startete zunächst in Neddesitz und zog 2012 nach Binz um. Mit einer Fläche von 5600 Quadratmetern ist es die größte überdachte Skulpturenschau weltweit. Veranstalter ist die „Skulptura Projects GmbH“, die seit vielen Jahren spektakuläre Sand- und Eisskulpturenschauen in der ganzen Welt ausrichtet. Die Ausstellung auf Rügen besuchen jedes Jahr etwa 200 000 Menschen. Die Ausstellung wird am 16. März um 10 Uhr eröffnet und kann bis zum 3. November besucht werden. Am kommenden Sonnabend können Interessierte den Künstlern noch bei der Arbeit über die Schulter schauen. Im Laufe des Tages werden dann die letzten Skulpturen fertiggestellt.

Uwe Driest

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