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Rügen Sanierungstopf leer: Jetzt sollen Einwohner zahlen
Vorpommern Rügen Sanierungstopf leer: Jetzt sollen Einwohner zahlen
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06:39 27.11.2013
Um die Häuserecken pfeift eine frostige Brise, das Thermometer ist gerade mal über den Gefrierpunkt geklettert – Nico Anschütz kommt trotzdem ins Schwitzen bei den Erschließungsarbeiten am Weg zum Café Niedlich in Lohme.
Um die Häuserecken pfeift eine frostige Brise, das Thermometer ist gerade mal über den Gefrierpunkt geklettert – Nico Anschütz kommt trotzdem ins Schwitzen bei den Erschließungsarbeiten am Weg zum Café Niedlich in Lohme. Quelle: Udo Burwitz
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Lohme

In Lohme sollen Einwohner Ausgleichsbeiträge zahlen, damit die Kommune auf der Insel Rügen im Erholungsort überhaupt noch neue Vorhaben beginnen kann. Die Gemeinde, die 2004 in das Städtebau-Förderprogramm aufgenommen wurde, hat ihren Fördertopf ausgereizt. Nur noch für die bereits begonnenen Erschließungsarbeiten in der Straße Zum Schwanenstein und an der Zuwegung zur Hangtreppe zum Hafen ist die Finanzierung gesichert. Weil das Geld alle ist, will die Gemeinde jetzt von Anliegern in Lohme, die Nutznießer von Sanierungsmaßnahmen sind, Ausgleichsbeiträge erheben.

Die sind laut Andreas Bodeit vom Sanierungsträger BauBeCon abhängig vom Grad der Aufwertung der Grundstücke, die Beitragsspanne liege zwischen null bis 3,50 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche. Die Einnahmen will die Gemeinde für weitere Vorhaben wie einen neuen Spielplatz einsetzen. Seit 2004 wurden in Lohme innerhalb des Programms drei Millionen Euro investiert, die Sanierungsprojekte mit 2,7 Millionen|Euro gefördert.

Udo Burwitz