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Rügen Göhren: Gesundheitsurlaub in 125 Zimmern und Suiten
Vorpommern Rügen Göhren: Gesundheitsurlaub in 125 Zimmern und Suiten
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17:26 26.04.2019
Erster Spatenstich für das 20-Millionen-Projekt Ressort Sante Royale in Göhren Quelle: CHRISTIAN_ROEDEL
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Göhren

Was Lohme nicht gelang, hat in Göhren geklappt: Das „Santé Royale Gesundheitsresort Rügen“ wird jetzt im Ostseebad für 20 Millionen Euro gebaut, und gestern wurde der erste Spatenstich für das Projekt des Münchener Investors Stefan Kiefer am Südstrand getätigt. Für den Göhrener Bürgermeister Wolfgang Pester (parteilos) war der frühsommerliche Tag ein besonders erfreulicher. „Wir haben um dieses Projekt über 20 Jahre gerungen, und nun wird es endlich realisiert“, freute sich der Bürgermeister, für den damit zum Ende seiner Amtszeit eine Herzensangelegenheit in die Wirklichkeit umgesetzt wird.

Kein Frust bei Ogilvie

Wolfgang Pester wird bei den Kommunalwahlen am 26. Mai seinen Hut nicht mehr in den Ring werfen und nicht noch einmal um das Amt des Bürgermeisters kandidieren. Pester ließ gleich noch eine zweite Katze aus dem Sack und verkündete gegenüber der OSTSEE-ZEITUNG nicht ohne Stolz: „Hier gleich nebenan am Südstrand werden noch zwei weitere Gesundheitseinrichtungen entstehen, heute Nachmittag werden wir als Gemeinde das nächste Projekt zur Vertragsreife bringen“. Eigentlich hätte der ebenfalls anwesende Lohmer Bürgermeister Matthias Ogilvie gestern ordentlich Frust schieben müssen, weil das Santé-Royale-Projekt in seiner Gemeinde an dem Protest einer Bürgerinitiative gescheitert war. Sehr sportlich nahm es Ogilvie, dass Göhren nun den Zuschlag fürs Resort erhalten hat. „Aus gesundheitstouristischer Perspektive wird auch Lohme profitieren, und beide Gemeinden werden bessere Entwicklungschancen bekommen“, meinte Ogilvie, der als stellvertretender IHK-Präsident zum ersten Spatenstich nach Göhren gekommen war.

Für mehr Zusammenhalt

Fast väterlich versöhnend meinte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) : „Halten Sie bitte als Gemeinden auf Rügen mehr zusammen, denn man muss auch anderen etwas gönnen können“. Für die Errichtung des Gesundheitsresorts hat Glawes Ministerium 2,5 Millionen als Fördermittel bereit gestellt. Als präventiv-medizinisches Angebot für gesundheitsbewusste Urlauber will der Wirtschaftsminister das neue Resort verstanden wissen. Die knapp 10 000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche sollen ab Sommer 2020 genau 125 Zimmer und Suiten, gastronomische Einrichtungen vom A-La-Carte-Restaurant über einen Buffet-Bereich bis zur Bar und Gesundheits-Lounge beherbergen. Der Spa- und Medical-Bereich hat rund 2000 Quadratmeter.

Zahlreiche Angebote

Therapeutische Anwendungen, Verpflegung und die dazugehörige Unterbringung zählen nach Angaben der Münchener Bauherren Stefan Kiefer zu den drei Grundbestandteilen der einzelnen Pakete, die in die Bereiche Herz/Kreislauf, Bewegungsapparat, Adipositas und Psychosomatik geteilt werden. Darüber hinaus sollen im „Medical Center“ ergänzende Therapien wie beispielsweise Massagen, Osteopathie oder Manuelle Therapie angeboten werden. Komplettiert werden die Anwendungen von einem Cardio-Fitness-Bereich. „Gesundheit und Wellness stehen in Göhren im Mittelpunkt. Neben der Anerkennung als Seebad erhielt die Gemeinde Göhren auch die staatliche Anerkennung als einziger Kneipp-Kurort der Insel Rügen. Ein präventivmedizinisches Haus für gesundheitsbewusste Urlauber ergänzt das touristische Angebot in der Region ideal“, so Glawe.

Spa-Konzept überzeugt Politikerin

Lobende Worte kamen auch von Kerstin Kassner, die sich als Linke-Bundestagsabgeordnete für die Stärkung des Tourismus auf Rügen im Berliner Reichstag stark macht. „Insbesondere das Spa-Konzept überzeugt mich, weil so witterungs- und saisonunabhängig die Urlauber in Göhren ihren Gesundheitsurlaub verleben können“, meinte Kassner. Landrat Stefan Kerth (SPD) betonte, dass durch diese Investition mehr Qualität als Quantität für den Tourismus auf Deutschlands größter Insel befördert wird. Voll des Lobes für die schnell arbeitende Verwaltung zeigte sich der Münchener Investor Stefan Kiefer, der bereits drei erfolgreiche Santé Royale Resort in seinem Firmen-Portfolio hat. „Meine Familie und ich haben schon sehr oft auf Rügen Urlaub gemacht, weil es uns auf einfach eine wunderbare Insel ist“.

Christian Rödel

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