Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Rügen Sassnitz erschließt Westhafen
Vorpommern Rügen Sassnitz erschließt Westhafen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:55 13.07.2019
Die alten Hallen und Baracken im Sassnitzer Westhafen sollen noch in diesem Jahr abgerissen werden. Quelle: Meta-Marianne Lorenz
Anzeige
Sassnitz

Jetzt wird es ernst mit der Entwicklung des Sassnitzer Westhafens. Im westlichen Teil des Stadthafens laufen die Vorbereitungen für Abbrucharbeiten ehemaliger Lager- und Funktionsgebäude. Dazu wurde im vergangenen Monat ein Bauzaun um die abzureißenden Gebäude aufgestellt. Die ehemaligen Flächen der Bahn zwischen Fischwerk und U-Boot-Museum hatte die Stadt von der Bahn erworben. Dann hatten Fachleute im Auftrag des treuhänderischen Sanierungsträgers BIG Städtebau zunächst die Mauer zum ehemaligen Militärgelände gesichert und Untersuchungen zu Statik und Artenschutz vorgenommen. „Die erarbeiteten Ersatzmaßnahmen werden alle durchgeführt“, so Carsten Schwarzlose, Leiter des Stralsunder Regionalbüros der BIG. Bereits auf ihrer ersten Sitzung hatte die Sassnitzer Stadtvertretung das Ergebnis der Ausschreibung für die „Freimachung“ des Areals bestätigt und in der kommenden Woche sei „Bauauflauf“, so Schwarzlose.

„Schon seit den 90-er Jahren liegen die ehemaligen Lager- und Funktionsgebäude des damaligen Fährhafengeländes brach und verfallen immer mehr. Zu Behebung dieser städtebaulichen Missstände sollen noch in diesem Jahr die alten Hallen und Baracken, im Rahmen der umfangreichen Neukonzeptionierung des Stadthafens, abgerissen werden“, bestätigt Stadt-Sprecherin Ina Scholz. Die Vorbereitungen auf die Abbrucharbeiten, die seit dem Sommer 2018 geplant werden, sind in vollem Gange. Um das Gelände abzusichern, wurde im vergangenen Monat ein Bauzaun um die abzureißenden Gebäude aufgestellt. Bevor die eigentlichen Abbrucharbeiten im September beginnen können, erfolgt nun zunächst der vorschriftsmäßige Rückbau von Gefahrenstoffen wie Mineralwolle, Teerpappe oder Asbest auf dem Areal.

Nach Beendigung des Abrisses im Dezember soll die Sanierung des Stadthafens unter anderem mit dem Bau einer neuen Zuwegung für Fußgänger und Fahrradfahrer vom Kistenplatz zum Stadthafen, der sogenannten „Hafenbahntrasse“, vorangetrieben werden. Die werde dann auch barriereärmer sein, weil sie eine Neigung von nur etwa zwei Grad aufweise. „Ziel ist die Sanierung des Westhafens zu einem touristisch-maritimen Zentrum von überregionaler Bedeutung“, so Schwarzlose. Nach der Wende habe es – vor allem nach dem Wegzug der Fährlinie – massive Nutzungsverluste gegeben. Nun erhofft sich die Stadt die Erschließung eines wertvollen Potenzials für ihre Entwicklung. „Weiter westlich sind die Emissionen durch den Schiffsverkehr niedriger, sodass dort perspektivisch die Ausweisung eines Mischgebietes und somit auch eine Wohnnutzung denkbar wären. Die Arbeiten dazu könnten bereits im kommenden Jahr beginnen“, so Schwarzlose. Das hinge aber auch von den Prioritäten ab, die die Stadt sich gibt. Immerhin stehen auf deren Wunschzettel auch der Hortanbau an der Grundschule, das Sanierungsgebiet Altstadt sowie Tierpark und Kurmuschel.

Uwe Driest

Drama am Donnerstagnachmittag: Eine 77-jährige Frau rutschte einen Hang zwischen Seedorf hinunter. Rettungskräfte bargen die in Not geratene Frau. An wasserseitige Rettung war nicht zu denken.

12.07.2019
Störtebeker Hinter den Kulissen - Der Wecker für alle

Bei den Störtebeker-Festspielen hält Spielleiterin Ute Borghoff per Funk Kontakt zu den Gewerken und sorgt dafür, dass Einsätze nicht verpasst werden.

12.07.2019

Der Konzertsommer im Putbusser Ortsteil Kasnevitz geht in die dritte Runde. Die Veranstaltungen gehen bis Ende August.

12.07.2019