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Rügen Dreifachausschuss zur Sportschwimmhalle
Vorpommern Rügen Dreifachausschuss zur Sportschwimmhalle
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05:30 21.01.2019
So könnte die Schwimmhalle für Bergen aussehen. Quelle: Geising & Böker
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Bergen

Jetzt kommt in Bergen das Thema Sportschwimmhalle richtig ins Rollen. Das wird unter anderem auch daran deutlich, dass sich heute Abend auf einer gemeinsamen Sondersitzung gleich drei Ausschüsse ausschließlich damit beschäftigen werden: Um 18 Uhr treffen sich die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bauen, Tourismus und Wirtschaft, die des Ausschusses für Verkehr, Ordnung, Umwelt und Naturschutz und der Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Bildung und Gleichstellung um 18 Uhr in der Aula der Altstadtgrundschule. Die Veranstaltung soll mit Erläuterungen des Bauamtsleiters Rainer Starke und des Kämmerers Jörg Remane zum Konzept und zur Finanzierung des Projektes beginnen. Zusätzlich eingeladen wurde der Geschäftsführer der Bergener Wohnungsgesellschaft (BeWo), René Radtke. Der wiederum wird vermutlich Auskunft darüber geben müssen, ob das städtische Unternehmen künftig in der Lage sein wird, jedes Jahr 300 000 Euro zu erwirtschaften, um den Betrieb der Schwimmhalle bezuschussen zu können.

Alles dreht sich ums Geld

Denn diese Summe ist ein Teil jenes Finanzierungplans, der vom Architektenbüro Geising & Böker im Auftrag der Stadt Bergen erstellt worden ist. Laut Berechnungen soll der Bau der Halle nämlich rund 9,1 Millionen Euro netto kosten (5 Millionen Förderung, 2,5 Millionen Stadtanteil, 1,5 Millionen Euro Kreditaufnahme) und jährlich städtische Zuschüsse in Höhe von 600 000 Euro benötigen. Dieses Geld soll sich aus Überschüssen aus dem Haushalt und aus der BeWo zusammensetzen (die OZ berichtete).

Wie auf der jüngst in der Schule am Grünen Berg stattgefundenen Einwohnerversammlung deutlich wurde, sind einige Stadtvertreter skeptisch, ob das wie ausgedacht funktionieren kann. Bürgermeisterin Anja Ratzke ist überzeugt davon. „Jetzt liegt es an den Stadtvertretern: Denn um tatsächlich das Fördergeld aus dem so genannten EFRE-Programm abrufen zu können, muss die Sportschwimmhalle als Projekt für das Integrierte Stadtentwicklungskonzept beschlossen werden“, sagt Ratzke. „Sonst gibt es kein Geld.“ Dann wär ein Bürgerentscheid über die Schwimmhalle ebenso sinnlos wie die bereits festgelegten Termine für drei weitere Einwohnerversammlungen hinfällig.

Drei weitere Versammlungen

Die Stadt hat aber trotzdem schon mal geplant, um bei der Aufklärung über das Für und Wider eines Schwimmhallenbaus so viele Bürger wie möglich zu erreichen. So gäbe es für Bergen Süd eine Versammlung am 19. Februar im Rugard-Saal. Rotensee soll mit einem Termin in der Schule am Grünen Berg am 27. Februar bedacht werden. Und schließlich ist noch eine Versammlung am 12. März in der Altstadtgrundschule vorgesehen.

So sehr sich viele Bergener diese Schwimmhalle wünschen, bleibt das Vorhaben unter den Entscheidungsträgern umstritten. Das zeigt sich unter anderem daran, dass schon vor fast 20 Jahren ein Vorstoß zum Bau solch einer Sport- und Freizeitstätte scheiterte, weil die Volksvertreter unter anderem zu hohe Kosten fürchteten. Die Kostenfrage stellt sich auch jetzt für eine Reihe der Stadtvertreter, weshalb aus dem Gremium heraus immer wieder sehr kritische Stimmen kommen.

Zu der Sitzung heute Abend sind erneut alle Bergener willkommen, die sich für das Thema interessieren und verfolgen wollen, wie sich die Willensbildung in der Stadtvertretung entwickelt. Entscheidungen werden heute Abend noch nicht getroffen. Aber mit Sicherheit erste Weichen gestellt. In einer Einwohnerfragestunde haben Besucher der Sitzung die Möglichkeit, ihre Anliegen vorzutragen. Inwieweit sie sich aber zum Thema äußern dürfen, liegt am Ende im Ermessen der Mitglieder der drei Ausschüsse.

Jens-Uwe Berndt

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