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Rügen Seenotretter suchen Helfer auf Rügen
Vorpommern Rügen Seenotretter suchen Helfer auf Rügen
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08:00 26.04.2019
Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist einer der modernsten Seenotrettungsdienste der Welt. Zur Station in Sassnitz gehört der Seenotkreuzer Harro Koebke mit Tochterboot Notarius. Quelle: DGzRS/Die Seenotretter
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Rügen

Egal, wie hoch die Wellen sind: Sie rücken aus, wenn andere Menschen in Seenot sind. Nun brauchen die Seenotretter selber Hilfe – doch nicht auf See, sondern an Land. Gesucht werden ehrenamtliche Helfer, die die Tätigkeit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) bei Messen, Hafenfesten oder Ausstellungen bekannt machen. „Auf Rügen wird diese Arbeit derzeit von nur vier Ehrenamtlern geleistet, die nebenbei teilweise auch noch Vollzeit arbeiten“, sagt Jörg Westphal, Leiter des Informationszentrums in Mecklenburg-Vorpommern. Um mehr Veranstaltungen als bisher abdecken zu können, wird dringend weitere Unterstützung benötigt.

Rügen eignet sich für unsere Arbeit eigentlich optimal“, erzählt Westphal. Auf der Insel gäbe es unzählige Feste und Veranstaltungen, bei denen die DGzRS vorgestellt werden könnte. Dennoch sei die Anzahl der freiwilligen Helfer seit Jahren gering. Woran das liegt, kann sich der Seenotretter nicht genau erklären. „Das Problem besteht aber nicht nur hier. Wir suchen im gesamten Land händeringend neue Ehrenamtler.“ Schwierig sei es vor allem dort, wo keine unmittelbare Nähe zur Küste besteht. Dort sei das Thema Seenotrettung von Natur aus nicht so präsent.

Meist jahrelanges Engagement

„Jetzt könnte man uns natürlich fragen, warum wir uns nicht mehr auf Ehrenamtsmessen präsentieren, um Nachwuchs zu gewinnen“, sagt Westphal und hat die Begründung sofort parat: Das habe in den vergangenen Jahren nicht einen einzigen neuen Mitarbeiter gebracht. „Nur für die Hoffnung, dass da doch noch jemand kommen könnte, ist der Aufwand dann einfach zu hoch.“ Die Helfer seien ja sowieso schon gut ausgelastet. Die, die sich aber erst einmal für das Ehrenamt begeistern können, bleiben meist lange dabei. So engagieren sich die Helfer auf Rügen schon seit mehr als zehn Jahren bei den Seenotrettern. „Ohne sie wäre die erfolgreiche Tätigkeit der DGzRS nicht denkbar“, sagt Westphal.

Jörg Westphal leitet das Informationszentrum Mecklenburg-Vorpommern in Warnemünde. Quelle: Johanna Hegermann

Zu den Aufgaben der Ehrenamtler zähle neben der Organisation von Vorträgen die Betreuung von Informationsveranstaltungen und die Bereitschaft, sämtliche Fragen rund um die Seenotrettung beantworten zu können. Vorkenntnisse werden dafür vorausgesetzt. „Das, was wir erwarten, ist nur Interesse und etwas freie Zeit“, erläutert Westphal. Umso mehr sich engagieren, desto besser könne die Arbeit auch auf mehrere Schultern verteilt werden. Ganz ohne Wissen über die DGzRS gehe es dabei aber natürlich nicht.

Seminare für freiwillige Helfer

Wer sich dazu entschließt, die Gesellschaft zu unterstützen, werde vorerst umfangreich geschult. In verschiedenen Seminaren würden den zukünftigen Helfern alle Grundlagen über die Seenotretter vermittelt. Dabei werde auf das Prinzip „Learning bei Doing“ gesetzt. Das bedeutet: Es bestehe die Möglichkeit, erfahrenen Ehrenamtlern bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen. Je nachdem, wofür sich der Helfer genau interessiert, werde schließlich sein persönlicher Schwerpunkt an Land gesetzt. „So kann jeder seinen ganz eigenen Beitrag zum erfolgreichen Fortbestand der DGzRS leisten“, sagt Westphal.

Mehr als 2 000 Einsätze im vergangenen Jahr

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger(DGzRS) ist einer der modernsten Seenotrettungsdienste der Welt. Ihre Arbeit wird ausschließlich durch Spenden und freiwillige Zuwendungen finanziert. Die Crew der Seenotretter zählt deutschlandweit 180 Festangestellte und 800 Freiwillige, welche rund um die Uhr einsatzbereit sind.

2 156 Mal mussten die Seenotretter allein im Jahr 2018 zu Einsätzen auf Nord- und Ostsee ausrücken. Die Besatzungen haben dabei rund 356 Menschen aus der Seenot gerettet. Seit der Gründung vor 154 Jahren zählt die Statistik der DGzRS rund 85 000 Gerettete.

Pauline Rabe

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