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Rügen Sellin: Parkhaus soll Wilhelmstraße beruhigen
Vorpommern Rügen Sellin: Parkhaus soll Wilhelmstraße beruhigen
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07:06 25.05.2019
So ähnlich könnte es aussehen: das Wohn- und Geschäftshaus vorne und das Parkhaus dahinter (rechts). Quelle: Planungsbüro Gerd J. Heddings
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Sellin

Ab 1. Januar nächsten Jahres ist Schluss: Ab dann gilt ein Durchfahrts- und Parkverbot für Reisebusse im Ortszentrum von Sellin. Auf ihrer letzten Sitzung hat die Gemeindevertretung beschlossen, die August-Bebel-Straße, die Kirchstraße und die Luftbadstraße ab Ecke Neuer Weg für den Busverkehr zu sperren. Die Verwaltung wurde jetzt beauftragt, die notwendigen Anträge an die Verkehrsbehörde zu stellen.

Mit seinem Beschluss war der Gemeinderat der Empfehlung des Tourismus- und Verkehrsausschusses gefolgt. Ziel ist die Weiterführung des Verkehrskonzeptes für den Ort. In diesem Zusammenhang wurde auch ein Grundsatzbeschluss gefällt, eine Machbarkeitsstudie für ein Parkhaus zu erstellen. Ziel ist es, die Autos langfristig aus der Wilhelmstraße zu verbannen.

Dabei ist derzeit noch offen, wer das Parkhaus bauen und betreiben soll. Fest steht indes schon lange der Standort: die als Parkplatz genutzte gemeindliche Freifläche des früheren Kaufhauses „rationell“ in der August-Bebel-Straße/Ecke Kirchstraße. In der Studie sollen nun verschiedene Varianten der Machbarkeit eines Parkhauses untersucht werden, informiert Bürgermeister Reinhard Liedtke. Der Plan: Auf dem rund 10000 Quadratmeter großen Areal soll ein mehrstöckiges Gebäude mit 20 Mietwohnungen sowie einem SB-Markt mit maximal 800 Quadratmetern Verkaufsfläche im Erdgeschoss entstehen. Daran schließt sich ein Parkhaus in Hanglage mit rund 300 Stellflächen und Gründach an.

Die rund 80 Garagen in der Umgebung, die von der Gemeinde vermietet oder ungenutzt sind, sollen abgerissen werden. Künftig sollen dafür in Parkhaus verschließbare Tiefgaragenplätze zur Pacht angeboten werden.

Eine Idee ist, dass die Gemeinde das Grundstück verkauft und über einen städtebaulichen Vertrag einen Mietpreis von 7 bis 9 Euro pro Quadratmeter kalt für die Wohnungen festlegt. Die Rückmietung des Parkhauses durch die Gemeinde, die dann die Einnahmen verbucht, wäre auch eine Option, so Liedtke. Eine weitere Möglichkeit sei ein Teilverkauf der Fläche wie bei der ersten Variante mit der Ausnahme, dass die Gemeinde das Parkhaus selbst finanziert. Zudem sollen weitere Konzepte von möglichen Investoren geprüft werden. Um möglichst viele Ideen zu sammeln, sollen alle Varianten in einer Ausschreibung benannt werden, die nun auf den Weg gebracht wird. Mit den neuen Stellflächen sollen dann auch das Parkleitsystem und der Straßenbau erneuert werden.

Um die Wilhelmstraße zu beruhigen, sollen zur Saison nächsten Jahres erste Schritte für ein Durchfahrts- und Parkverbot für Fahrzeuge eingeleitet werden. Anlieger können passieren. Schon vor Jahren hatten die Gemeindeväter durchgesetzt, die Zufahrt für Reisebusse zu verbieten, weil diese früher am Seebrückenvorplatz hielten oder parkten. Mit dem Bau des Großparkplatzes im Seepark mit über 250 Stellflächen waren seinerzeit auch zehn Stellplätze eingerichtet worden, wo Reisebusse kostenlos parken können. Von dort gibt es einen Shuttle mit der Bäderbahn. Diese steuert die Seebrücke und den Südstrand und seit Mai nun auch den neuen Hafen am Selliner See an.

Gerit Herold

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