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Rügen Sensenschärfer in Europa begehrt
Vorpommern Rügen Sensenschärfer in Europa begehrt
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13:46 12.11.2017
Nur noch das heutige Wohnhaus Zur Schranke 7 erinnert an die einstige Sensenschärferfabrik Schwabe.
Nur noch das heutige Wohnhaus Zur Schranke 7 erinnert an die einstige Sensenschärferfabrik Schwabe. Quelle: Repro: Stadtarchiv
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Stralsund/Gingst

Mitte des 19. Jahrhunderts lebte in Elmenhorst bei Stralsund der in Gingst geborene Rüganer Christoph Heinrich Schwabe mit seiner Familie. Um sie ernähren zu können, stellte der im Winter arbeitslose Maurer Sensenschärfer her.

Das Hauptmaterial dafür bezog er aus dem Abtshäger Wald. Die Qualität der Sensenschärfer von Schwabe aus Elmenhorst war sehr gut. Bald war die Nachfrage so groß, dass Christoph Heinrich Schwabe sich nur noch der Herstellung des Produkts zum Wetzen von Sensen und Sicheln widmete.

Er wollte nun eine Sensenschärferfabrik in der Hansestadt eröffnen. Dazu benötigte Schwabe das Stralsunder Bürgerrecht, das er am 24. März 1866 in Form des dritten und niedrigsten Grades erhielt. Als er sich Fabrikant nennen durfte, verlieh ihm der Rat am 30. Januar 1869 das Bürgerrecht ersten Grades. 1866 erwarb Schwabe für 1330 Taler eine Parzelle auf der sogenannten Frankenweide und stellte einen Bauantrag:„Auf meinem Grundstück, Franken Weide, Parcelle Nr. 23 belegen, beabsichtige ich den Neubau verschiedener Gebäude, namentlich zweier Wohnhäuser, einer Scheune, eines Holzschuppens und eines Stallgebäudes, vorzunehmen. Die betreffenden Zeichnungen erfolgen anbei in drei Exemplaren, und bitte ich ganz ergebenst: Eine Wohllöbliche Polizei-Direction wolle geneigtest mir auf Grund der Zeichnungen zu den beabsichtigten Bauten die erforderliche Bauerlaubniß erwirken“.

Ines Sommer

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