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Rügen Simson-Sause bringt viel Geld für krebskranke Kinder
Vorpommern Rügen Simson-Sause bringt viel Geld für krebskranke Kinder
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00:00 01.09.2018
82 Simson-Fahrer waren zu Gunsten krebskranker Kinder auf Rügen unterwegs. Quelle: Foto: Thorsten Jantzen
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Bergen

Am Ende waren sie dann doch langsamer als gedacht: Die Simson- und MZ-Fahrer haben auf ihrer Benefiz-Tour am vergangenen Sonntag nicht mehr die geplanten Stopps in Sellin und Göhren eingelegt. Aber nicht, weil die Maschinen schlapp machten oder das Benzin ausging: Die Resonanz in Sassnitz und Binz sei so überwältigend gewesen, dass die 82 Fahrer vom Rügener Jagdgeschwader und den 2Takt-Rokkern-Rügen sich viel später an den Zwischenstationen verabschiedeten als geplant. Vor allem im größten Rügener Ostseebad waren die Zweiradfreunde lange von zahlreichen Zweiradfreunden umringt. In den Gesprächen ging es nicht nur um die Geschichte und die technischen Details der Mopeds und Motorräder, sondern auch um den Anlass der Tour: Gemeinsam mit anderen Simson- und MZ-Freunden in Deutschland haben die Insulaner am Sonntag Geld für einen guten Zweck gesammelt. 1174 Euro kamen durch die Startgebühren und durch Spenden von Passanten zusammen. 6000

Euro waren es im ganzen Land, davon allein 500 vom Suhler Ersatzteil-Hersteller und -Händler MZA. Die Summe kommt dem Haus Ekkstein in Jena, einem Projekt zugunsten krebskranker Kinder, zugute.

Von der Aktion hatten die Rüganer bei Simson- und MZ-Treffen erfahren. Dort lernten sie auch den Fotografen und Simson-Freund Michael Böhl kennen, der mit seiner Familie seit neun Jahren regelmäßig auf die Insel kommt – zum Ausspannen und zum Arbeiten. Hier fotografiert er unter anderem Hochzeiten, findet aber auch Kulissen für seine Bildbeiträge zum Simson-Kalender. Im Erotik-Kalender für das kommende Jahr wird es ein Motiv geben, das auf Rügen entstanden ist, im Kalender MZA Vogelserie sind es fünf Insel-Bilder. Die Aufnahmen seien nur dank der Unterstützung durch die Zweiradfreunde des Jagdgeschwaders und der 2Takt-Rokker möglich geworden, lobt der Fotograf die Zusammenarbeit und das Engagement der Insulaner.

Die hatten auf ihren Zwischenstopps während der Spendenfahrt per Megafon über das Anliegen informiert. Insulaner und Gäste ließen sich nicht lange bitten. Selbst nach dem Ende der eigentlichen Tour gab es noch finanzielle Unterstützung für das Projekt: „Wir waren auf der Rücktour zur Glewitzer Fähre, um Mitfahrer vom Festland zu verabschieden“, erinnert sich Thorsten Jantzen vom Jagdgeschwader lächelnd. Bei einem Halt vor der Garzer Eisdiele fragte ein Pärchen aus Plauen nach dem Grund für die adrette Kleidung der Zweitaktfreunde. „Als sie von dem Projekt in Jena hörten, spendeten sie spontan zehn Euro.“ Insgesamt fuhren die Rüganer das zweitbeste Spendenergebnis aller an diesem Tag in Deutschland gestarteten Simson- und MZ-Freunde ein.

„Die Resonanz ist noch immer riesig“, sagt Michael Böhl bewegt. Er kündigt eine Wiederholung der Benefiz-Ausfahrt an. Am 1. September kommenden Jahres sollen die Zweiräder wieder für einen guten Zweck durch die Lande rollen. Dann werde das Geld an eine andere Einrichtung gehen.

Maik Trettin

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