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Sport Rügen Paulin Gramenz krönt Saison mit Cupsieg
Vorpommern Rügen Sport Rügen Paulin Gramenz krönt Saison mit Cupsieg
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18:04 20.08.2019
Die 26-jährige Reiterin Paulin Gramenz vom RV Dubnitz gewann in diesem Jahr zum dritten Mal die Springreiterwertung im VR-Cup.  Quelle: foto: Jutta Wego
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Sassnitz

In ihrem Trophäenschrank kann Paulin Gramenz schon mal einen Platz freiräumen. Ab Februar 2020 wird nämlich der Wanderpokal des Vorpommern-Rügen-Cup (VR-Cup), organisiert vom Kreisreiterbund, dauerhaft in ihrem Besitz bleiben. Die Reiterin aus Sassnitz gewann die Wertung, bei der aus acht Turnieren die fünf besten Ergebnisse gezählt werden, in diesem Jahr zum dritten Mal. Vor einer Woche hat Gramenz in Miltzow den Erfolg perfekt gemacht und bekommt den Pokal beim Ball der Pferdefreunde Anfang kommenden Jahres überreicht. „Jetzt kann ich ihn behalten“, freut sich Gramenz.

Pferde zu Saisonbeginn nicht einsatzbereit

Dabei sah es zu Saisonbeginn gar nicht gut aus für die 26-Jährige und ihre jungen Stuten Paula (7) und Berta (6). „Paula hat letztes Jahr ein Fohlen bekommen. Da wusste ich nicht, wie schnell sie wieder belastbar ist. Und Berta hatte eine Hufentzündung – sie ging lahm“, erzählt Gramenz. So fiel der Auftakt in Wöpkendorf für die Athletin des RV Dubnitz ins Wasser. „Da hatte ich nicht mehr mit gerechnet, dass ich den Cup noch gewinnen kann“, gesteht Gramenz.

Doch schon beim zweiten Springen zeigten sich Gramenz und ihre Pferde in Bestform. Sie siegten beim Zwei-Sterne-Springen (A) in Trent. Der Erfolg im Westen von Rügen war für Gramenz besonders. „Meine Pferde mögen eher Rasenplätze. In Trent mussten sie auf Sand und da rutschen die Pferde häufig weg. Da hat mich der Sieg umso mehr gefreut“, erklärt die Rüganerin und fügt an: „Der Start war gut. So konnte es weitergehen.“

Und es ging so weiter – mit hohen VR-Cup-Wertungen in Poseritz, Rambin und Prohn. Beim finalen Turnier in Miltzow wurde es dann noch einmal knapp. Ärgste Verfolgerin Emma Wiktor platzierte sich mit zwei Pferden bei der VR-Cup-Prüfung an die Spitze. Ein neunter Platz mit Pferd Paula reichte Gramenz aber zum Cup-Sieg mit hauchdünnem Vorsprung. „Ich habe gesehen, dass Emma weit vorn war aber ich hatte sie nicht so auf dem Schirm“, erzählt Gramenz, die ihrer zehnjährigen Konkurrentin den Gesamtsieg ebenso gegönnt hätte.

VR-Cup-Titel gewonnen, Kreismeisterkrone verloren

Mit ihrem dritten VR-Cup-Titel endet für Gramenz eine fast perfekte Saison. Einziger Makel: der Titelverlust bei der Kreismeisterschaft Anfang Juni. Die Championesse von 2018 musste sich der Bartherin Anne Wejda beugen. „Die Kreismeisterschaft bedeutete mir viel, weil ich ja einen Titel zu verteidigen hatte. Da hat Platz zwei schon an mir genagt“, gibt Gramenz zu.

Das Trostpflaster bekommt sie nun beim Ball der Pferdefreunde Anfang 2020 überreicht. „Der VR-Cup geht über mehrere Springen. Da konnte ich zeigen, was meine Pferde können. Deshalb ist die Serie mindestens ebenso wichtig wie die Meisterschaft“, sagt Gramenz.

Gramenz träumt vom Hamburger Derby

Für den Erfolg investiert die Reiterin der Leistungsklasse drei viel. Jeden Tag verbringt sie rund drei Stunden im Stall oder auf den Pferden ihres Opas Dieter Reuter. Mit elf Jahren hatte sich Gramenz erstmals aufs Pferd geschwungen. „Ich hätte nie gedacht, dass ich Turniere reiten werde. Aber es hat sich so ergeben“, meint die passionierte Reiterin.

Drei Pferde nahm Gramenz in dieser Saison unter ihre Fittiche – Fanny, Paula und Berta. Alle drei hat sie als Fohlen kennengelernt und mit aufgezogen. „Was die Pferde können, verdanke ich meinem Opa“, versichert die Turnierreiterin. „Ich versuche, alles aus ihnen rauszuholen.“

Berta, die Jüngste und Größte im Stall, hat es der 26-jährigen Autoverkäuferin besonders angetan. „Auf ihr saß noch kein anderer und das wird hoffentlich auch so bleiben“, spielt Gramenz mit dem Gedanken an ein ganz eigenes Pferd. Dann würde sie auch den Namen aussuchen, denn bei Berta durfte sie nicht mitreden. „Opa steht halt auf alte Namen“, lacht Paulin.

Auch wenn die Sassnitzerin als ambitionierte Hobbyreiterin vollkommen zufrieden ist, träumt sie von einer Teilnahme am Hamburger Spring-Derby, bei dem fast 100 000 Zuschauer dabei sind. Doch das Profi-Reitertum ist für Gramenz (noch) ein paar Schritte entfernt.

Baranowski gewinnt Dressur

Beim Hamburger Derby wie auch in den meisten Turnieren der VR-Cup-Serie geht nicht nur die Springelite sondern auch die besten Dressurreiter an den Start. Die Dressur überlässt Gramenz allerdings anderen. „Ich mache das ab und zu als Training. Aber ich springe lieber. Ich brauche das Adrenalin“, versichert Gramenz.

So schnappte sich Stella Baranowski den Dressur-Sieg des VR-Cup. Schon im Verlauf der Turniersaison war die Wöpkendorferin auf ihrem sechsjährigen Reitpony Goldkind mit elf Siegen in die Favoritenrolle geritten. Eine Woche nach Gramenz machte auch Stella beim Finale in Miltzow alles klar. Zwar musste die 15-Jährige Jana Lubs (Zingst) auf der fünfjährigen Ponystute Nice in Black mit Wertnote 7,7 an sich vorbeiziehen lassen. Der 2. Platz in der A-Dressur mit Wertnote 7,5 reichte aber, um den diesjährigen Dressur-Cup zu gewinnen.

Platzierungen Vorpommern-Rügen-Cup 2019

Spring-Cup

1. Paulin Gramenz (Dubnitz) 124 Punkte

2. Emma Wiktor (Trent) 115

3. Annica Hausmann (Stralsund) 105

4. Martin Strobelt (Wöpkendorf) 103

5. Mareike Dorn (Dubnitz) 102

Dressur-Cup

1. Stella Baranowski (Wöpkendorf) 131

2. Ginette Kasch (Altenpleen) 123

3. Anne Braun (Altkamp) 119

4. Jana Lubs (Zingst) 112

5. Stephanie Kremerskother (HST) 108

Von Horst Schreiber

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