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Rügen Stadtpräsident abgewählt
Vorpommern Rügen Stadtpräsident abgewählt
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07:33 18.12.2014
Frank Kracht (Mitte), hier mit seinen beiden Stellvertretern Christine Zillmer und Thomas Kursikowski, wurde als Präsident der Stadtvertretung in Sassnitz abgewählt.
Frank Kracht (Mitte), hier mit seinen beiden Stellvertretern Christine Zillmer und Thomas Kursikowski, wurde als Präsident der Stadtvertretung in Sassnitz abgewählt. Quelle: Stadt Sassnitz
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Sassnitz

Der Stuhl des Präsidenten in der Sassnitzer Stadtvertretung ist verwaist: Die Volksvertreter haben den bisherigen Inhaber, Frank Kracht (Linke), abgewählt. Die Fraktionen der Christ- und der Sozialdemokraten hatten einen gemeinsamen Antrag dafür eingebracht, der in der Sitzung am Dienstagabend mit 11 zu 8 Stimmen die notwendige Mehrheit fand. Die Einreicher werfen Kracht vor, dass er offenbar nicht in der Lage oder gewillt sei, das Amt des Stadtpräsidenten überparteilich vermittelnd wahrzunehmen. Ein Vertrauensverhältnis sehen sie nicht mehr gegeben. Hintergrund: Frank Kracht führt als Vorsitzender auch die Fraktion der Linken an. Seiner Ansicht nach stecken persönliche und parteipolitische Interessen hinter dem Abwahlantrag. Das Spitzenamt in der Volksvertretung der Hafenstadt auf Rügen bekleidete Frank Kracht erst seit Juni. Seine Wahl zum Vorsitzenden der im Mai neu gewählten Stadtvertretung markierte für Christ- und Sozialdemokraten eine herbe Niederlage. Sie hatten den CDU-Fraktionsvorsitzenden Norbert Thomas für das Amt vorgeschlagen. Doch weil in der Sitzung ein Stadtvertreter der Christdemokraten fehlte, unterlag Thomas denkbar knapp. Kracht konnte die Wahl mit 10 zu 9 Stimmen für sich entscheiden. Bereits im September hatten CDU- und SPD-Fraktion eine Sondersitzung beantragt, um die Abberufung des Präsidenten zu erreichen. Doch das Präsidium bestätigte vorgeschlagene Termine nicht, Eilanträge für die Sondersitzung wurden daraufhin zurückgezogen.



Udo Burwitz