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Rügen Stadtvertreter lehnen Ampel ab
Vorpommern Rügen Stadtvertreter lehnen Ampel ab
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07:02 23.01.2015
Die Kreuzung am Ortsausgang von Sassnitz in Richtung Mukran gehört zu den Unfallschwerpunkten im Landkreis Vorpommern-Rügen.
Die Kreuzung am Ortsausgang von Sassnitz in Richtung Mukran gehört zu den Unfallschwerpunkten im Landkreis Vorpommern-Rügen. Quelle: Andreas Pfaffe
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Sassnitz

Kreisle statt Ampel: Die Sassnitzer Stadtvertreter sind gegen die Pläne des Straßenbauamtes, das eine Lichtsignalanlage an der Kreuzung am Ortsausgang der Hafenstadt auf Rügen in Richtung Mukran installieren will. Mit großer Mehrheit votierten sie in ihrer Sitzung in dieser Woche gegen das Projekt und beauftragten Bürgermeister Dieter Holtz, dem Amt den Ablehnungsbeschluss zu überbringen. Die Kreuzung an der Landesstraße 29, an der die Mukraner Straße und die Zufahrt zu einem Gewerbegebiet münden, zählt im Landkreis Vorpommern-Rügen zu den Unfallschwerpunkten. Um den zu entschärfen hat das Straßenbauamt sowohl den Bau einer Ampelanlage als auch den eines Kreisverkehrs untersucht. Laut Amt würde die Installation einer Lichtsignalanlage 60 000 Euro kosten und danach jedes Jahr Betriebskosten zwischen 6000 und 7000 Euro verursachen. Die Baukosten für einen Kreisel sind mit 250 000 Euro zwar wesentlich höher, doch der Unterhalt ist mit rund 1000 Euro im Jahr günstiger. Das Straßenbauamt präferiert die Ampel, weil das Aufstellen wesentlich billiger ist als ein Kreisel. Die Sassnitzer fürchten Stau, weil sich nur rund 100 Meter entfernt bereits die Lanckener Kreuzung befindet, an der eine Lichtsignalanlage bereits den Verkehr regelt. Die Stadtvertreter favorisieren einen Kreisverkehr. Laut Straßenbauamt, müsste die Kommune aber die Mehrkosten dafür tragen. Die Verwaltung erhielt von den Kommunalpolitikern den Auftrag, nach möglichen Fördertöpfen zu suchen.



Udo Burwitz