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Rügen Starkregen: In Sellin fliegen die Tropfen – aber keine Tannenbäume
Vorpommern Rügen

Starkregen: In Sellin fliegen die Tropfen – aber keine Tannenbäume

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17:57 05.01.2020
Grit (56) und Gerald Koch (62) aus Berlin haben erst am späten Nachmittag erfahren, dass das Tannenbaumverbrennen abgesagt wurde. Quelle: Mathias Otto
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Sellin

Das Tannenbaumverbrennen mit unterhaltsamen Wettkampf sollte der erste kleine Höhepunkt im Ostseebad Sellin werden. Kurverwaltung und Feuerwehr hatten ein gemütliches Fest mit Grill und Getränkestand geplant. Ein DJ sollte für die Unterhaltung sorgen und das Tannenbaum-Weitwerfen moderieren. Doch das Wetter am Wochenende machte einen Strich durch die Rechnung. Kurzfristig sagte die Kurverwaltung die Veranstaltung an der Eisbahn ab.

Einige Besucher wichen auf die benachbarte Eishalle aus. Quelle: Mathias Otto

Der Deutsche Wetterdienst warnte am Freitag vor Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 85 km/h an der vorpommerschen Ostseeküste und vor glatten Straßen in der Nacht. Davon blieb die Insel Rügen größtenteils verschont. Ein Sprecher vom Polizeihauptrevier bestätigte, dass es keine Unfälle und Vorfälle gegeben hatte, die dem Wetter zuzuordnen sind.

Boden zu nass und matschig

Doch stattdessen regnete es fast eineinhalb Tage lang ununterbrochen. Diesen Umstand hatte die Selliner Kurverwaltung dazu bewogen, das kleine Fest an der Eisbahn kurzfristig abzusagen. „Das Tannenbaumverbrennen fällt heute leider sprichwörtlich ins Wasser“, war auf deren Facebook-Seite am Mittag zu lesen. Beim Begutachten des Bodens wurde festgestellt, dass dieser zu nass und matschig war, um hier den Wettkampf starten zu lassen. „Am Vormittag hatte es so heftig geregnet, dass sich die Kurverwaltung zu diesem Schritt entschloss“, sagte der Selliner Wehrführer Karsten Steinwedel. Am Nachmittag musste noch mit weiteren Regenfällen gerechnet werden. „Für die Veranstaltung war kein Zelt vorgesehen. Wir hätten mit unseren Geräten draußen gestanden, wie auch der DJ“, so der Wehrführer.

Manuela Ernst und Uwe Donath (beide 54) aus Berlin hatten sich auf ihr erstes Tannenbaumverbrennen gefreut. Quelle: Mathias Otto

Am Nachmittag lockerten die Wolken auf, sogar die Sonne kam kurz zum Vorschein. Einige Gäste hatten die Meldung auf Facebook nicht gelesen, versammelten sich um den Tannenbaum-Haufen und sahen sich fragend an. Langsam drang bei ihnen durch, dass die Veranstaltung ausfällt. „Ich habe meinen Tannenbaum gleich im Auto gelassen, als ich dort kurz vor 16 Uhr vorbeigefahren bin“, sagte Bernd Schmidt, der mit seiner Frau aus Bergen anreiste. Enttäuscht zogen die Berliner Urlauber Manuela Ernst und Uwe Donath von dannen. „In Berlin kennen wir ein solches Fest nicht und haben uns schon darauf gefreut. Aber so ist es nun mal mit Open-Air-Veranstaltungen“, sagt sie.

Hier werden Tannenbäume verbrannt

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, sagt Karsten Steinwedel. „Das Selliner Tannenbaumverbrennen wird nur um eine Woche verschoben. Am 11. Januar findet die Veranstaltung um 16 Uhr statt“, so der Wehrführer. Auch in anderen Orten lodern am kommenden Sonnabend die Tannenbäume, unter anderem in Sehlen (16 Uhr, Sportplatz), Ralswiek (17 Uhr, Feuerwehrgerätehaus), Altenkirchen (16 Uhr, an der Feuerwehr), Putgarten (16 Uhr, Feuerwehrgerätehaus), Schaprode (16 Uhr, Feuerwehr), Altefähr (17.30 Uhr, Strand) sowie in Glowe (15 Uhr, Strand beim Eiscafé Arkonablick). Am 18. Januar werden in Gingst um 16.30 Uhr (Feuerwehr) die Tannenbäume angezündet, in Samtens am 25. Januar um 16.30 Uhr (Dorfplatz).

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