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Rügen Teure Immobilien: Rügen ist Spitzenreiter im Ostseeraum
Vorpommern Rügen Teure Immobilien: Rügen ist Spitzenreiter im Ostseeraum
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10:29 16.05.2019
Allein für Baulandflächen zahlt man in der Binzer Strandpromenade 1340 Euro pro Quadratmeter. Quelle: Stefan Sauer
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Rügen

Wer sich auf der Insel Rügen den Traum von den eigenen vier Wänden verwirklichen will, muss bereits für die Fläche, auf der dieser Traum umgesetzt werden soll, immer mehr Geld einplanen. Die Grundstückspreise steigen, Bauland wird immer teurer, teilt der Immobiliendienstleister McMakler mit. Der hat die Preisentwicklung auf dem Immobilienmarkt an der Ostseeküste zwischen dem ersten Quartal 2018 und dem ersten 2019 analysiert.

Rostock landet auf dem zweiten Platz

Binnen eines Jahres sind die Preise für Immobilien auf der Insel um 4,3 Prozent auf durchschnittlich 3302 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Rügen bleibt damit Spitzenreiter im Ostseeraum. Und dies mit Abstand. Die Hansestadt Rostock auf dem zweiten Platz liegt knapp 500 Euro dahinter. „Wer vom Eigenheim an der Ostsee träumt, sollte jetzt kaufen, denn die Preisentwicklung zeigt klar nach oben“, sagt Hanno Heintzenberg, Geschäftsführer von McMakler. Für den Bergener Robert Zenker (34) sind dies allerdings Summen, die er und seine Frau nicht stemmen können. „Wir leben derzeit in einer Wohnung in der Stadt. Wir möchten uns vergrößern und als kleine Familie gerne in einem Haus direkt am Wasser wohnen. Doch obwohl wir beide berufstätig sind, können wir das Geld für die monatlichen Raten nicht stemmen“, sagt er. Der Traum von einem Eigenheim in Wassernähe rücke in weite Ferne.

Was konkret in den einzelnen Ortschaften allein für Baulandflächen gezahlt werden muss, zeigt der aktuelle Grundstücksmarktbericht des Landkreises. Die höchsten Werte liegen im Ostseebad Binz mit 1340 Euro pro Quadratmeter an der Strandpromenade, gefolgt von der Haupt- und Sonnenstraße (840 Euro). In Sellin sind es beispielsweise in der Wilhelmstraße 550 Euro und 640 Euro in Kloster sowie Vitte auf der Insel Hiddensee.

Gute Lagen, gute Infrastruktur

Ulf Graske von der gleichnamigen Immobilienfirma aus Stralsund kennt die Entwicklung auf der Insel Rügen. Die Nachfragen nach Wohneigentum auf Rügen sei unter anderem aufgrund der sehr guten Zinskonditionen in den vergangenen Jahren gestiegen, „die jedoch durch die hohen Baupreise teilweise wieder relativiert werden“, sagt er. Seine Kunden legen großen Wert auf gute Lagen mit guten Infrastrukturbedingungen. Den Wunsch von Wohnobjekten entlang der Ostseeküste ziehen viele Leute wieder zurück. „Aufgrund der Preisentwicklung sind sie für Normalverbraucher nicht zu bezahlen“, so Ulf Graske.

Anstieg um 4,3 Prozent

Rügen ist nicht nur für seine zahlreichen Sehenswürdigkeiten bekannt, sondern inzwischen auch für hohe Immobilienpreise. Mit einem Quadratmeterpreis von 3302 Euro und dem drittstärksten Preisanstieg (hinter Kiel mit 5,7 und Usedom mit 4,6 Prozent) und von 4,3 Prozent binnen eines Jahres hält sich Rügen konstant auf dem ersten Platz.

Mit einem Abstand von fast 500 Euro folgt Rostock auf dem zweiten Platz. Demnach lag in der bevölkerungsreichsten Stadt MVs der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei 2826 Euro mit einem Preisanstieg von nur 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Auf dem dritten Platz folgt Lübeck mit 2745 Euro pro Quadratmeter und einer Preissteigerung um 3,9 Prozent.

Besonders das Mittelfeld liege laut Hanno Heintzenberg preislich eng beieinander. „Aber wer bei der Immobiliensuche ins Umland der preislichen Spitzenreiter blickt, kann noch einige Schnäppchen finden“, sagt er. Dass jetzt Einheimische aufs Festland ziehen, um dort bestenfalls günstiger bauen zu können, kann Immobilienfachmann Ulf Graske aber nicht bestätigen. „Die Preise haben sich auch auf dem Festland exorbitant nach oben entwickelt“, sagt er. Es treffe eher zu, dass sich mehr Süd- und Westdeutsche nach Immobilien vor Ort erkundigen.

Preise zwischen 46 und 81 Quadratmeter

Einer von ihnen ist Bernd Peter aus Baden-Württemberg. „Wir kommen schon seit vielen Jahren zur Insel Rügen, diese Gegend ist traumhaft“, sagt der 55-jährige. Er hat sich ein Ferienhaus für sich und seine Familie in Dreschvitz gekauft. Hier müssen Häuslebauer weniger für Bauland zahlen. In dem Ort entsteht der „Wohn- und Ferienpark Kubitzer Bodden“ auf einer Fläche von knapp 4,5 Hektar. Zur Auswahl stehen Grundstücksgrößen zwischen 400 und 1000 Quadratmetern. Und je nach Größe der Fläche und Lage im neuen Wohngebiet liegen die Preise zwischen 46 und 81 Euro pro Quadratmeter.

Mathias Otto

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