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Theater Vorpommern Land fördert Sanierung des Theaters
Vorpommern Rügen Theater Vorpommern Land fördert Sanierung des Theaters
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06:40 11.05.2015
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Greifswald

Das Land Mecklenburg-Vorpommern wird die geplante Sanierung des Greifswalder Theaters fördern und will zusammen mit der Stadt im kommenden Jahr die anspruchsvolle Aufgabe in Angriff nehmen. Fast nebenbei verkündete Bauminister Harry Glawe (CDU) die überraschende Botschaft am Sonnabend während der Eröffnungsverstanstaltung zum Tag der Städtebauförderung in Greifswald. Die Fördersumme, die das Land zur Verfügung stellen will, steht noch nicht fest. Sie befindet nach Glawes Worten noch in der Prüfung, da neben den reinen Baumaßnahmen am Gebäude auch fest mit dem Haus verbundene Technik - zum Beispiel Drehbühne - förderfähig sind.

19,5 Millionen Euro soll nach jetzigen Schätzungen die Sanierung des über 100 Jahre alten Hauses kosten. Die Hälfte der Summe wird für reine Bauarbeiten veranschlagt, die andere Hälfte sind Erneuerungen der mittlerweile verschlissenen Technik.

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Bausenator und Oberbürgermeisterkandidat Jörg Hochheim (CDU) zeigte sich von der unerwarteten Unterstützung aus Schwerin sehr angetan. Er hatte sich bei der Landesregierung immer wieder für eine Föderung der dringenden Baumaßnahme eingesetzt, war aber bisher immer abgeblitzt. Das Bauministerium begründete die Ablehnung bislang stets damit, dass das Theater nicht im städtischen Sanierungsgebiet liege und Greifswald außerdem noch keine Zustimmung zur vom Land vorgegebenen Theaterfusion signalisiert habe. „Ich habe gegenüber dem Minister stets darauf hingewiesen, dass der Bauzustand des Hauses so schlecht ist, dass dringend etwas passieren muss - ob mit oder ohne Fusion. Schließlich geht es um die Sicherheit der Mitarbeiter und der Theaterbesucher“, so Hochheim. Außerdem habe es stets ein großes Unverständnis in der Bevölkerung gegeben, da die direkt an den Kulturtempel angrenzende Stadthalle bereits mit Mitteln der Städtebauförderung saniert wurde und gleiches für das Theater nicht möglich sein sollte. Um so mehr freue er sich, dass nun in Schwerin offensichtlich ein Umdenken eingesetzt habe, sagte der Bausenator gegenüber der OSTSEE-ZEITUNG.

In Greifswald wurden von 1991 bis einschließlich 2015 insgesamt 170 Millionen Euro Städtebaufördermittel eingesetzt. Jüngstes Beispiel ist die Kollwitz-Grundschule, die nach zu Beginn des neuen Schuljahres Anfang September eingeweiht wird. „Da in der Städtebauförderung die Regel gilt, dass für jeden geförderten Euro vom Land noch einmal acht Euro von den Kommunen und privaten Investoren dazukommen, kann davon ausgegangen werden, dass allein in Greifswald in die Sanierung der Stadt bisher über eine Milliarde Euro gesteckt wurde“, betonte Jörg Hochheim.



Cornelia Meerkatz