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Theater Vorpommern „Staatstheater Nordost“: Städte sollen mehr zahlen
Vorpommern Rügen Theater Vorpommern „Staatstheater Nordost“: Städte sollen mehr zahlen
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06:42 11.09.2015
Viele Stralsunder versuchen mit Protestaktionen ihr Theater zu retten. Jetzt liegt eine Vereinbarung zur Bildung eines „Staatstheaters Nordost“ auf dem Tisch, die bis Oktober unterschrieben sein muss. Quelle: Christian Rödel
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Die Theaterreform in Vorpommern hängt am seidenen Faden. Der Landkreis Vorpommern-Rügen und Städte wie Greifswald und Stralsund, die Träger der Theater sind, sollen sich nach dem Willen von Kulturminister Mathias Brodkorb (SPD) schnell für eine Zielvereinbarung mit dem Land entscheiden.

Entstehen soll ab 2018 das „Staatstheater Nordost“ (Arbeitstitel). In der aktuellen Fassung der Vereinbarung sind hohe Hürden für die Theater-Träger enthalten. So sollen Neubrandenburg und Neustrelitz jährlich 400 000 Euro mehr an Eigenanteil beisteuern. „Nicht zu leisten“, sagt der Neustrelitzer Stadtpräsident Christoph Poland (CDU). Das Land will mindestens 51 Prozent an der neuen Theater-Gesellschaft halten. Selbst in der Regierungskoalition bestehen Zweifel, ob die Theaterreform im Osten gelingen kann. Dort macht die Meinung die Runde: Stimmt eine Partei nicht zu, fällt das Projekt im ganzen Land.

Bis Ende Oktober erwartet das Ministerium eine Entscheidung. Auch der Abbau von 65 der 485 Stellen ist geplant - Start: 2016. Der Aufsichtsrat für das Theater Vorpommern hat bereits zugestimmt.



Frank Pubantz