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Rügen Touristen klagen über Hunderte Tonnen Tang am Ostsee-Strand
Vorpommern Rügen Touristen klagen über Hunderte Tonnen Tang am Ostsee-Strand
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07:18 26.08.2015
Die Tangmengen am Strand stören die Urlauber im Wittower Seebad Breege-Juliusruh. Gäste monieren, dass von Seiten der Kurverwaltung nichts dagegen unternommen wird.
Die Tangmengen am Strand stören die Urlauber im Wittower Seebad Breege-Juliusruh. Gäste monieren, dass von Seiten der Kurverwaltung nichts dagegen unternommen wird. Quelle: Rico Nestmann
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Juliusruh

Er stinkt, er ist eklig und er verdirbt zurzeit vielen Gästen das Badevergnügen: An der Ostküste Rügens haben sich in den letzten Wochen hunderte Tonnen Seetang angesammelt. Einheimische und Urlauber sind genervt. Besonders stark betroffen ist in diesem Jahr Juliusruh.

„Der viele Tang stört uns sehr“, sagt etwa Klaus Hoffmann. Seit 1978 kommt der Thüringer mit seiner Frau in das Wittower Seebad. „Ich habe darüber auch mit Einheimischen gesprochen“, sagt der 69-Jährige. „Statt auf Verständnis zu stoßen, habe ich mir dumme Sprüche anhören müssen.“ Und seine 66-jährige Frau ergänzt enttäuscht: „Uns hat es hier immer gut gefallen, doch seit letztem Jahr überlegen wir, ob wir künftig nicht woanders hinfahren.“

Die beiden sind nur zwei Beispiele für viele klagende Urlauber die sich momentan bei Touristikern , in gastronomischen Einrichtungen und auch bei der OZ beschweren.

So viel Tang wie schon lange nicht mehr

Schätzungsweise sollen sich allein in Juliusruh gerade etwa 500 Tonnen Seetang am Strand angesammelt haben, erklärt Bürgermeister Arno Vetterick (Bürger für Breege) „Es tut mir wirklich Leid für die Urlauber, Gastronomen und Hoteliers. Auch ich habe so etwas noch nicht erlebt“, sagte das ehrenamtliche Gemeindeoberhaupt.

„Sobald der Wind dreht, wird der Strand gereinigt“, verspricht er zugleich. Es sei aber leider nicht sinnvoll beim aktuellen Ostwind zu handeln, weil die Strände sofort wieder zugeschwemmt würden, so der Bürgermeister, der hauptberuflich für das Landesamt für Fischereiaufsicht arbeitet. „Und die Ostsee hat schließlich noch genug davon.“



Elisabeth Woldt

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