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Rügen Vater schlägt Braut bei Hochzeitsfeier auf der Insel Rügen ins Gesicht
Vorpommern Rügen Vater schlägt Braut bei Hochzeitsfeier auf der Insel Rügen ins Gesicht
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14:09 05.09.2019
Ein 83-Jähriger hat seiner Tochter bei ihrer Hochzeitsfeier ins Gesicht geschlagen. Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen Bedrohung und Körperverletzung (Symbolbild). Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
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Rügen

So hatte sich eine 50-jährige Rüganerin wahrscheinlich nicht den schönsten Tag ihres Lebens vorgestellt: Während ihrer Hochzeitsfeier hat der 83-jährige Vater der Braut am Mittwochabend mit der Hand ins Gesicht geschlagen. Wie die Polizei mitteilte, war ein Streit zwischen ihm und seiner 54-jährigen Schwiegertochter vorausgegangen. Unklar ist, ob die gleichgeschlechtliche Hochzeit der Tochter Grund für die Eskalation auf der Feier war.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei drohte der alkoholisierte Mann aus Nordrhein-Westfalen den beiden Frauen gegen 22.30 Uhr zunächst Schläge an. Wenig später machte er seine Drohung wahr. Seine Tochter wurde von Rettungskräften medizinisch betreut.

Mann greift auch noch Polizisten an

Im Beisein der hinzu gerufenen Beamten verwies die 54-Jährige ihren Schwiegervater schließlich des Hauses. Der ignorierte aber die Aufforderung und versuchte, das Zimmer, in dem er übernachten wollte, von innen zu verschließen. Ein Polizeibeamter verhinderte das. Dabei griff der Senior den Polizeibeamten an und schlug ihm mit der Faust ins Gesicht.

Daraufhin brachten die Polizeibeamten den 83-Jährigen zu Boden und fesselten ihn. Er wurde anschließend ins Polizeigewahrsam genommen. Eine Atemalkoholmessung ergab einen Wert von 0,77 Promille.

Vater kam am Donnerstag erneut zum Haus

Am Donnerstagmorgen wurde der Vater aus dem Polizeigewahrsam entlassen und löste wenig später erneut einen Polizeieinsatz aus. Mit einem Taxi fuhr er zurück zum Tatort und drang dort gegen 7.30 Uhr unberechtigt in das Haus seiner Tochter und deren Ehefrau ein. Die beiden Frauen verwiesen ihn erneut des Hauses. Dieser Aufforderung kam er nach.

Der Mann muss sich nun wegen des Verdachts des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Bedrohung, Körperverletzung, Beleidigung und Hausfriedensbruch verantworten.

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