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Rügen Großeinsatz auf Rügen: Feuerwehr sucht Brand
Vorpommern Rügen Großeinsatz auf Rügen: Feuerwehr sucht Brand
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17:26 03.06.2019
Großeinsatz in der Bergener Rotenseestraße. Die Suche nach der eigentliche Brandquelle gestaltete sich am Ende schwierig. Quelle: Jens-Uwe Berndt
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Bergen

Was am Montag gegen 12.45 Uhr bei der Alarmierung der Feuerwehren in Bergen, Patzig, Sehlen und Putbus als „Großbrand“ begann, entwickelte sich später zu der Suche nach der berühmten Stecknadel in einem Heuhaufen: In dem betroffenen Mehrfamilienhaus in der Bergener Rotenseestraße stellten die Einsatzkräfte zwar Rauch fest, ein mögliches Feuer blieb aber verborgen.

„Es riecht stark nach verbranntem Gummi“, sagte einer der Polizisten vor Ort. Und eine Wohnungsmiteigentümerin erkundigte sich besorgt nach der Brandursache, wisse sie doch um den reparaturbedürftigen Zustand der Heizungsanlage. Eine Antwort auf die Frage, was denn nun eigentlich passiert sei, konnten die Kameraden aber selbst nach einer Stunde intensiver Suche noch nicht geben.

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40 Mann im Einsatz

40 Mann waren in der Rotenseestraße in Bergen im Einsatz, elf Feuerwehrfahrzeuge nach einem streng festgelegten Plan in den Straßen um das betroffene Gebäude platziert. Einige Kameraden durchsuchten unter Atemschutz die Kellerräume, andere checkten den Hausflur und die Wohnungen. Selbst die Drehleiter kam zum Einsatz, um auszuschließen, dass es im Dachstuhlbereich einen Schwelbrand geben könnte, der den gesamten Hausaufgang mit giftigen Dämpfen gefüllt haben könnte.

40 Kameraden wurden alarmiert, als in einem Mehrfamilienhaus Rauch durch den Flur waberte.

Das Bild, das die Feuerwehrleute abgaben, blieb für Außenstehende lange merkwürdig: Vor der Haustür stauten sich 10 bis 15 Kameraden, einige hatten Atemschutzmasken auf, eine Rettungstrage war vorbereitet, ein Platz für Sauerstoffflaschen entstand – Bewegung gab es aber kaum. Denn im Fokus stand die Suche nach der Quelle der Rauchentwicklung, bevor die Kräfte hätten zur Tat schreiten können.

Alarm per Sirene

In Bergen waren die Brandschützer per Sirene alarmiert worden. Aus verschiedenen Richtungen rasten wenige Minuten später Einsatzfahrzeuge in das Neubauviertel Bergen Rotensee. Dort beobachteten bereits viele Anwohner aus Fenstern und von Balkons aus, was sich in der kleinen Nebenstraße wohl ereignet haben mag.

Der Einsatz dauerte nach Informationen des Leiters des Bergener Polizeihauptreviers, Mario Ullrich, bis 15.30 Uhr. Die Ursache für die Rauchentwicklung sei nicht gefunden worden. „Auch der Stromversorger und der Wohnungsverwalter konnte nichts feststellen“, sagte Ullrich. Demnach sei auch kein Schaden entstanden.

Jens-Uwe Berndt

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