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Rügen Vorwurf der scheinheiligen Debatte
Vorpommern Rügen Vorwurf der scheinheiligen Debatte
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00:00 12.03.2015
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Göhren — In der Debatte um das geplante Wohngebiet am Stabenweg im Außenbereich von Göhren wird der Ton schärfer. Befürworter und Gegner werfen sich gegenseitig vor, nicht die Wahrheit zu sagen. Die neue Bürgerinitiative Lebenswertes Göhren (BILG) vermisst eine „ehrliche“ Feststellung des Wohnraumbedarfs. Der vom Investor zwischenzeitlich vorgelegten Liste mit 40 Bauwilligen spricht sie „jegliche Seriosität“ ab.

Nach der Protestaktion der BILG mit rund 40 Teilnehmern am Sonntagabend (die OZ berichtete) bezichtigt nun Wilfried Horst, Waldhotel Göhren GmbH, dem das Grundstück am Stabenweg gehört, Bernd Elgeti (BILG) der Lüge. „Wenn Sie behaupten, dass die Gemeinde einen Blankobeschluss gefasst hat und somit alle Türen und Tore für den Investor geöffnet hat, ist genau das Gegenteil der Fall“, sagt Horst.

„Das hat es bislang bei keinem anderen B-Plan gegeben. Die Gemeindevertreter bestehen darauf, dass alle Bedingungen, die zu erfüllen sind, in einem städtebaulichen Vertrag festgehalten werden.“

Unwahr sei auch, dass die Akzent Waldhotel Göhren GmbH dort investieren und Grundstücke bebauen werde. „Wir haben der Gemeinde das Vergaberecht der Grundstücke angeboten. Es ist untersagt, mit den Grundstücken zu spekulieren. Sollten die neuen Eigentümer innerhalb von zehn Jahren das Grundstück mit Gewinn verkaufen, geht der Erlös an die Gemeinde“, betont Horst.

Er bezeichnet seine Gegner als „Berufsprotestler“. „Wenn in Göhren Änderungen anstehen, wird sofort eine Protestbewegung ins Leben gerufen. Ob Baugebiet Hövtstraße, Neubau Hafen, Parkhausneubau oder Verkehrskonzept. Ausgehend meistens vom gleichen Personenkreis“, meint Horst. Die „Wutbürger“ würden fast alle über Grundeigentum und ein gesichertes Einkommen verfügen. „Einige haben selbst im Außengebiet gebaut und wohnen dort“, nennt Horst das eine „scheinheilige Debatte“. Auch, weil es keinen Aufschrei gegen das Klinikprojekt am Südstrand gebe. „Dieses liegt voll im Außenbereich, hier müssen hunderte Bäume gefällt werden.“ In Wirklichkeit gehe es nicht um das Projekt Stabenweg, sondern allein um ihn. In Zusammenhang mit der Ansiedlung von Gesundheitseinrichtungen am Südstrand würden zahlreiche Arbeitsplätze entstehen. Für die Mitarbeiter müsse Wohnraum geschaffen werden. „Göhren ist auf jeden neuen Einwohner angewiesen. Wenn Schule, Kita, Sporthalle und Sportplätze erhalten bleiben sollen, müssen Familien mit Kindern angesiedelt werden“, so Horst.

Die BILG verweist darauf, dass sich mit den beiden B-Plänen am Hövt sowie den B-Plänen 18, 19 und 20 für den Innenbereich das Gros an Wohnraumbedarf abdecken lasse. In der über die Jahre verlaufenden Bauleitplanung sei nie die Fläche am Stabenweg als Bauerwartungsland erwogen worden, die im aktuellen F-Plan den „Schutz, Pflege und Entwicklung von Natur und Landschaft“ trage.

Eigenheim-Parzellen und Mietwohnungen
33 Bauplätze für Ein- bis Zweifamilienhäuser werden zum Kauf angeboten, aber keine Ferienwohnungen. Außerdem sollen zwei Häuser mit jeweils acht Wohnungen für Mieter erstellt werden. Die Gesamtfläche am Stabenweg beträgt 34000 Quadratmeter, wovon 15000 Quadratmeter für den B-Plan Nr. 23 „Wohngebiet Stabenweg“ vorgesehen sind.



Gerit Herold

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