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Rügen Wenn Oma auf den Spielplatz geht
Vorpommern Rügen Wenn Oma auf den Spielplatz geht
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00:00 09.01.2018
Das Areal zwischen Rügener Ring sowie Wittower und Mönchguter Straße in Sassnitz soll für 200000 Euro umgestaltet werden. Quelle: Foto: Maik Trettin
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Sassnitz

Spielplatz für Kinder unter . . .“ Mit der Farbe sind auch die Buchstaben und Zahlen von dieser Tafel abgeblättert. Die ursprünglich festgelegte Altersgrenze ist auf dem Schild im Innenhof zwischen den Wohnblöcken schon lange nicht mehr zu lesen. Es ist genauso verwittert wie die Reste der Spielgeräte, des Sandkastens und die Sitzbänke in dem Karree, das die Häuser am Rügener Ring, der Wittower und der Mönchguter Straße bilden. Dass hier kaum jemand sitzt oder spielt, ist nicht allein dem winterlichen Wetter geschuldet. Es sieht auf dem Hof vermutlich auch im Sommer nicht einladender aus.

Auf einem Innenhof im Rügener Ring in Sassnitz sollen Kinder und Erwachsene gleichermaßen toben können.

Jedenfalls bislang. In diesem Sommer sollen hier nicht nur die Kinder toben und spielen, sondern auch die Älteren. Die Wohnungsgesellschaft Sassnitz (WoGeSa) wird hier den ersten „Spielplatz“ der Stadt für Erwachsene aufbauen lassen. An speziell auf ihre Maße und Bedürfnisse zugeschnittenen Geräten sollen sie ihrer Freude an der Bewegung freien Lauf lassen.

„Und ihre Beweglichkeit trainieren“, ergänzt Siegfried Adelsberger. Er ist Geschäftsführer der kommunalen Unternehmensgruppe Sassnitz, zu der auch die städtische Wohnungsgesellschaft zählt. Die hat in den zurückliegenden Jahren ihr Augenmerk vorwiegend auf die Sanierung des Wohnungsbestandes gelegt. Jetzt investiert sie verstärkt auch in die Außenanlagen. Gerade lässt sie auf dem Innenhof an der Stralsunder Straße 27/28 den Wäscheplatz und die Wege erneuern, nachdem eine leerstehende Garage weggerissen wurde. Das nächste Vorhaben ist die Sanierung des genannten Hofes zwischen Rügener Ring und Mönchguter Straße.

„Den werden wir komplett umgestalten“, kündigt Adelsberger an. Auf dem eher tristen Gelände soll es in Zukunft grünen und blühen. Über 4000 Blumenzwiebeln werden die Gärtner dort in den neuen Rabatten und Rasenflächen verbuddeln, darunter hunderte Tulpen, 1500 Krokusse und 1000 Narzissen. Über 2500 Stauden, wie Astern und Geranium, sollen nach den Frühblühern für Farbtupfer auf dem Gelände sorgen. Die bunte Pracht können die Anwohner voraussichtlich über Monate genießen. „Die Pflanzen wurden so ausgewählt, dass möglichst während der gesamten Vegetationsperiode etwas blüht.“ Zum Beispiel die Apfel- und die anderen Bäume, die im Innenhof gepflanzt werden sollen.

Ein befestigter Hauptweg wird das Areal durchqueren, von dem ein Sandweg abzweigt. Links und rechts von diesem darf gespielt werden: auf der einen Seite die Kleinen, auf der anderen die Großen. „Wir werden dort einen Bewegungs-Parcours mit Geräten für Erwachsene aufbauen“, kündigt der WoGeSa-Chef an. Darunter sind ein so genannter Beintrainer, ein Rückentrainer für zwei Personen, ein Sitzfahrrad, ein Gleichgewichtstrainer, ein Beinheber und eine Schulter-Rücken-Station. Sie alle sind aus robustem Edelstahl mit Kunststoffteilen gefertigt und sollen Wind und Wetter ebenso trotzen wie der möglichen Zerstörungswut einiger Halbstarker. Die Kinder können sich ganz in der Nähe an ihrem Alter entsprechenden Spielgeräten austoben. „Wir werden natürlich auch den Spielplatz für die Kleinen erneuern und auf dem Areal neue Bänke aufstellen“, versichert Adelsberger.

Dass ausgerechnet an dieser Stelle der erste „Erwachsenen-Spielplatz“ der Stadt entsteht, hat selbstverständlich seinen Grund. Bei der anstehenden Umgestaltung des Hofes, die rund 200000 Euro kosten wird, orientiere man sich an den Bedürfnissen der Mieter. „Und außer den Familien mit Kindern wohnen dort auch viele ältere Leute“, macht Siegfried Adelsberger deutlich. Das seniorengerechte Gebäude, das die WoGeSa im vergangenen Jahr seiner Bestimmung übergab, ist ganz in der Nähe. „Diesen Platz können also Großeltern und Enkel gemeinsam nutzen.“

Die ersten gemeinsamen „Spielstunden“ sollen schon im Sommer möglich sein. Die Wohnungsgesellschaft will das Vorhaben zügig umsetzen. Nach einer Bauanlaufberatung sollen die Arbeiten in den kommenden Tagen beginnen, falls es die Witterung zulässt und Frost und Schnee den Baustart nicht behindern.

Maik Trettin

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