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Rügen Wieder Sprechstunden bei TV-Ärztin auf Rügen
Vorpommern Rügen Wieder Sprechstunden bei TV-Ärztin auf Rügen
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08:01 06.06.2018
Auf Rügen laufen derzeit die Dreharbeiten zur 4. und 5. Folge der Reihe „Praxis mit Meerblick“ mit Tanja Wedhorn, Regisseur Jan Ruzicka (re.) und Kameramann Gunnar Fuß. Quelle: Maik Trettin
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Sassnitz

Die Rosa-Luxemburg- Straße ist dicht. An diesem Dienstag Morgen steht die kleine Gasse am Rande von Alt Sassnitz zeitweise voller Lkw und Kleintransporter. Was im ersten Moment aussieht wie ein riesiger Umzug ist für Produktionsleiter Hartmut Damberg und seine Kollegen Alltag. Sie laden die Ausrüstung ab für einen weiteren Drehtag. Hier in Sassnitz und an anderen Orten der Insel entstehen zurzeit zwei weitere Folgen der ARD-Reihe „Praxis mit Meerblick“.Hauptfigur ist Nora Kaminski, eine frühere Schiffsärztin, die nach einem beruflichen Rückschlag die Segel streicht und in der Praxis eines Studienfreundes auf Rügen neu anfangen will. In den ersten drei Folgen der Reihe werden die Schwierigkeiten des beruflichen und privaten Alltags der jungen Ärztin beschrieben, die sich gegen Verleumdungen in ihrer neuen Heimat und auch gegen Intrigen von Mediziner-Kollegen zur Wehr setzen muss.

Für die ARD werden zurzeit auf Rügen zwei weitere Folgen der Fernseh-Reihe „Praxis mit Meerblick“ gedreht. Hauptdarstellerin Tanja Wedhorn fühlt sich diesmal auf der Insel ganz besonders wohl.

Die von „Hallo Robbie“ waren auch schon mal hier

Tanja Wedhorn spielt die Hauptrolle in der ARD-Reihe. Die 46-Jährige hat Rügen privat vor zehn Jahren kennengelernt – bei einem Urlaub mit ihrem Mann in Binz. Es war Winter und viele Lokale hatten geschlossen. Trotzdem sei ihr die Insel in guter Erinnerung geblieben. Bei den Dreharbeiten zu Pilotfilm „Praxis mit Meerblick – willkommen auf Rügen“ vor zwei Jahren habe es nahezu jeden Tag geregnet. „Und jetzt ist hier richtig Sommer“, sagt sie, während sie sich in einer Drehpause die Arme mit Sonnenmilch eincremt. „Wahnsinn!“ Auf Rügen fühle sie sich „sauwohl“, sagt die junge Frau, die mit ihrem Mann und den Kindern in Berlin zu Hause ist. Hier um diese Jahreszeit drehen zu können, sei wie ein Geschenk. Selbst wenn die Sonne vom Himmel brenne: „An der Küste weht ja fast immer ein Lüftchen.“Und die Leute hier sind viel aufgeschlossener als man es den Norddeutschen gemeinhin nachsagt. Das findet auch Hartmut Damberg. Wo immer die Filmleute auf Rügen auftauchen, werden sie wohlwollend aufgenommen. Vielleicht liegt das ja einfach an der Erfahrung, die die Insulaner bei früheren Dreharbeiten gemacht haben. „Die von ,Hallo Robbie!’ waren auch schon mal hier“, hören die Berliner immer wieder an den verschiedenen Drehorten auf Rügen.Bis zum 6. Juli werden sie auf Rügen die beiden neuen Folgen der Reihe drehen. Vergangene Woche war das Filmteam auf dem Sassnitzer Kurplatz. Laut Drehbuch ist dort eine Chorprobe vorgesehen. In den nächsten Tagen geht es raus aufs Meer. Vor der Kulisse der Kreidefelsen soll eine Szene gefilmt werden, in der es um eine Rettungsaktion geht. „Ich hoffe, dass das Wetter weiter so mitspielt“, sagt der Produktionsleiter. Vor allem sollte es bei den Dreharbeiten auf See nicht zu windig sein – für die Seefestigkeit der gesamten Crew könne er sich nämlich nicht verbürgen, erklärt Hartmut Damberg mit einem Augenzwinkern.

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Teil des Campingplatzes wird für Filmcrew freigehalten

Ein weiterer Drehort wird der Campingplatz in Drewoldke sein. Auch dort finden die Arbeiten bei laufendem Betrieb statt. Gefilmt wird eine Strandparty-Szene für eine der neuen Folgen. Die Kooperation mit den Insulanern klappe auch in diesem Fall hervorragend, lobt der Produktionsleiter. „Der Campingplatzbetreiber Stefan Burkhardt wird für uns extra einen Teil des Geländes frei halten.“Am häufigsten werden die Filmleute in den kommenden Wochen in Sassnitz zu sehen sein. „Hier ist die Reihe verortet“, sagt der Produktionsleiter. Dass die Wahl dabei auf Sassnitz fiel, ist kein Zufall. „Hier hat man – genau wie es der Filmtitel verspricht – von den Häusern aus wirklich den freien und ungestörten Blick aufs Meer.“ Dazu komme noch das städtische Ambiente. Beides sucht man in vielen Badeorten an der Küste vergebens. „Da sind oft der breite Strand und die Kiefernwälder dazwischen.Nora Kaminski und ihr Kollege praktizieren in der Rosa-Luxemburg-Straße Nr. 4. Eine Ferienwohnung wurde für die Dreharbeiten komplett ausgeräumt und zur Praxis umgestaltet. Sogar einen Anmeldetresen haben die Filmleute provisorisch aufgestellt. Im Haus Nummer 6 gegenüber finden die Außenaufnahmen statt. „Gemeinschaftspraxis Dr. med. R. Freese / Nora Kaminski“ steht auf dem Schild im Vorgarten. Wirkliche Patienten haben sich noch nicht dorthin verirrt, sagen die Eigentümer. Das Schild wird nach Drehschluss immer abmontiert.

Maik Trettin