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Rügen Bis Winter 2015: Rügenzubringer wird zur Dauerbaustelle
Vorpommern Rügen Bis Winter 2015: Rügenzubringer wird zur Dauerbaustelle
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00:00 16.09.2014
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Bergen

— Mit zum Teil erheblichen Verkehrseinschränkungen müssen Kraftfahrer bis Dezember 2015 auf dem Rügenzubringer rechnen. Im Abschnitt von der Anschlussstelle an die A20 bei Grimmen bis in Höhe Miltzow wird die Fahrbahnentwässerung erneuert.

Der Geschäftsführer der Rügener Tourismuszentrale (TZR), Kai Gardeja, war gestern hörbar überrascht, als er erfuhr, dass an dem Rügenzubringer nächstes Jahr im Sommer gebaut werden soll. „Wenn solche Maßnahmen die Saison berühren, ist das immer ein Thema für den Tourismus“, sagt Gardeja. „Es ist wichtig, die Urlauber rechtzeitig zu informieren. Womöglich müssen Alternativrouten angeboten werden.“

Und das nicht nur wegen der Zeitverzögerungen bei der Anreise. Auch könne damit gerechnet werden, dass häufiger Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt würden. Denn innerhalb der Baustellenabschnitte sind streckenweise nur 60 km/h erlaubt.

Gegenwärtig wird in Höhe der Dörfer Neuendorf und Horst/Bremerhagen gebaut. Hier gilt Tempo 80. Ab Oktober steht für umfangreichere Baumaßnahmen auf zehn Kilometern jeweils nur ein Fahrstreifen in beide Fahrtrichtungen zur Verfügung.

„Ursprünglich gingen Planer der Deges Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH beim Bau dieser Bundesstraße davon aus, dass in diesem südlichen Teil des Rügenzubringers die Straßenentwässerung ausschließlich durch Versickerung erfolgen kann“, sagte Pressesprecher Steffen Wehner im Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung MV gestern. Ein dementsprechendes Gutachten liege vor. Jetzt habe sich jedoch gezeigt, dass die Bodenbeschaffenheit besonders bei Starkregen, wie er in jüngster Zeit häufig auftritt, den Niederschlagsmengen nicht gewachsen sei. Wehner: „In den angrenzenden Gräben, die die Niederschläge aufnehmen sollen, steht das Wasser zu lange.“ Damit sei der Straßenaufbau gefährdet. Der Damm als Unterbau für Beton- und Asphaltschichten könne sich im Extremfall mit Wasser vollsaugen. Dann sei eventuell der Frostschutz in der Straße nicht mehr gewährleistet. Aus diesem Grund werden nun als prophylaktische Maßnahme insgesamt sieben Regenrückhaltebecken entlang der Strecke gebaut. „Das sind keine Regressarbeiten, sondern es handelt sich um eine ergänzende Maßnahme“, betont Steffen Wehner. Die Kosten werden vom Bund übernommen. Im nördlichen Teil des Rügenzubringers wird die Entwässerung von Anfang an über Rückhaltebecken garantiert. Erst nach Abschluss der Bauarbeiten Ende des nächsten Jahres übernimmt die Autobahnmeisterei Süderholz die neuen Anlagen in ihre Pflege, sagt deren Leiter Christoph Möller-Titel.

Freie Fahrt könnten die Urlauber im Sommer aber trotz Bauarbeiten haben. „Während der Haupturlaubszeit vom 1. Juli bis zum 31. August 2015 werden die Arbeiten so organisiert, dass beide Fahrtrichtungen frei sind“, betont Wehner und versucht Rügens Tourismus-Chef Kai Gardeja gleich ein wenig die Sorgen zu nehmen.



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