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Rügen Wo der Horst ist, wird nicht verraten
Vorpommern Rügen Wo der Horst ist, wird nicht verraten
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08:59 15.07.2013
Seit 20 Jahren gibt es geführte Wanderungen auf dem Südbug. Am Wochenende wurde dieses Jubiläum begangen. Quelle: Holger Vonberg
Dranske

Der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft reicht vom Fischland Darß-Zingst über Hiddensee bis zur Südspitze der Rügener Halbinsel Bug. Dort, südlich von Dranske, gibt es seit nunmehr 20 Jahren geführte Wanderungen. Zur Jubiläumstour am vergangenen Sonnabend trafen sich am Tor zum ehemaligen Marinestützpunkt etwa 20 Teilnehmer, unter ihnen einstige Mitarbeiter des Nationalparkamtes, ABM-Kräfte und Peter Henke, der die Führungen von 1993 bis 2008 leitete, damals noch unter der Regie der Wittow Touristik GmbH. Sein Lieblingsplatz in der unberührten Natur ist am Ostseestrand des Südbugs, wo auch die Stranddistel, der Meerkohl und die Alpenstrandläufer zu Hause sind.

Von 2009 an hat Stefan Freihaut als Bug-Kenner während der Führungen den Hut auf. „Seit 2011 laufen diese Wanderungen unter der Regie der Gemeinde und des Fremdenverkehrsbüros“, sagt Berndt Borrmann vom Marinehistorischen- und Heimatmuseum Dranske. 18 Jahre lang hat er die Wanderungen organisiert. Rund 23 000 Besuchern wurden inzwischen die Besonderheiten dieses Teils des Nationalparks näher gebracht, unter anderem die Informationshütte, die 1994 gebaut wurde, die Aussichtspunkte an Bodden und Ostsee und die 17 000 Pappeln, die auf der ehemaligen Start- und Landebahn der Marineflieger wachsen. „Alle drei Meter wurden nach dem Krieg Löcher in die Bahn gesprengt und Setzlinge eingepflanzt“, erzählt Berndt Borrmann. Jetzt ist dort nur ein Wald zu sehen. Doch unter der Moosschicht kann man noch Reste der Bahn entdecken. Und vielleicht am Wegesrand auch das Klebrige Leimblatt. Manchmal hallt der Schrei des Kranichs über den Bug, denn ein Kranich-Pärchen nistet dort.

Da das ehemalige Marinegelände vor dem Eingangstor zum Nationalpark Privateigentum ist, kommen Besucher nur im Rahmen geführter Wanderungen auf den Südbug. Darum ist immer Treff an der alten Wache.

Im Autokonvoi geht es dann bis zu einem Parkplatz und von dort zu Fuß rund dreieinhalb Kilometer weiter. „Natürlich werden auch viele Fragen über die einstige militärische Nutzung gestellt, die wir gern beantworten“, so Borrmann. Nur eines wird nicht verraten — wo der Horst ist. „Welcher Horst?“ — „Na der, in dem die Seeadler nisten.“

Holger Vonberg

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