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Rügen Zeugnisvergabe am Rügener Gymnasium
Vorpommern Rügen Zeugnisvergabe am Rügener Gymnasium
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09:01 29.06.2019
Beste Schülerin ist in diesem Jahrgang Alissa Groß mit einer glatten Note eins. Ihr folgen Konstantin Beddis und Jan Kohlschmidt (re.). Quelle: Uwe Driest
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Bergen

 Mit dem Titel „Dark Adventure“ eröffnete das Schulorchester Ad Libitum die Feierlichkeiten zur Zeugnisvergabe am Freitag in der Sporthalle des Bergener Gymnasiums. Ein dunkles Abenteuer hätten die Absolventen nicht zu erwarten, beruhigte Christoph Racky, seine Zuhörer. Der Schulleiter hatte sich auf der Suche nach einem Thema für ein „kleines, eher unscheinbares Büchlein“ entschieden, das vor 70 Jahren geschrieben wurde. „Ein Buch, das heute wie damals hoch aktuell und auf der ganzen Welt höchst populär ist. Gemeint war das Grundgesetz, dessen darin enthaltenen Grundrechte Racky verlas. „Wenn Sie die Halle mit Ihren Zeugnissen in der Hand verlassen, sollten Sie sich vergegenwärtigen, was für Glückspilze Sie sind. Die Freiheitlich Demokratische Grundordnung böte glänzende Zukunftschancen. „Machen Sie Gebrauch von Ihren Rechten“, rief Racky ihnen zu. Anders, als das Motto „Abi-Vegas – es wird um jeden Punkt gepokert“ nahelege, sei es nicht nötig, wie im Glücksspiel auf den Zufall zu vertrauen. „Verlassen Sie sich auf das, was Sie gelernt haben. Alle Absolventen erhielten ein Exemplar des Grundgesetzes und eine Dokumentation des vom Bildungsministerium gelobten Unterrichtsprojekts „Meine, deine, unsere DDR“. Dessen Ziel ist es, den Blick von einem in vielen Dingen unmenschlichen System zu öffnen, und auch auf die Menschen zu schauen, so Racky.

124 junge Leute nahmen anschließend ihre Zeugnisse entgegen, die sie mit einem gesamten Notendurchschnitt von 2,41 bestanden hatten. Beste Schülerin ist in diesem Jahrgang Alissa Groß mit einer glatten Note eins. Ihr folgen Konstantin Beddis und Jan Kohlschmidt. Das beste Mathe-Abi lieferte Jeremy Gieseke ab und der Preis des Vereins für Deutsches Sprache ging zu Rackys Verwunderung mit Jonas Kramer und Emil Brandenburg an zwei Jungen. Die Ehrung für besonderen Einsatz erhielt Emma Heusler, die in Projekten wie „Vier Ecken“ oder dem Jugendparlament aktiv war. Die Eigenschaft dürfte sie von Mutter Susann geerbt haben, die gleich darauf einen Dank für ihr Engagement im Schulelternrat erhielt.

Die am Gymnasium „Tutoren“ genannten Klassenlehrer gaben ihren Schützlingen letzte Worte mit auf den Weg. So forderte Pia Woitasczyk ihre Klasse 12a ein letztes Mal auf, einen Satz zu analysieren und interpretieren: „Schaut nicht auf Eure Füße, sondern zu den Sternen.“ Als Lehrerin Susanne Arenz-Schygulla ihren Dienst am Gymnasium angetreten habe, habe sie von ihrer ersten Abiturklasse, der 12c, gedacht, „Oh, die sind aber still, diese Inselkinder“. Der Eindruck habe sich jedoch schnell korrigiert. Die Abiturienten der 12e stiegen die Treppe zum Podium begleitet von der Melodie „Stairway to heaven“ hinauf. „Es war vielleicht nicht Liebe auf den ersten Blick, aber ich glaube, wir sind zu einer tollen Klasse herangewachsen“, sagte deren Lehrer Jens Hasler. „Was Ihr auch macht, macht es mit Herz und Leidenschaft“, lautete sein letzter Rat. „Das Beste kommt zum Schluss“, rief Peter Bielau seiner 12f zu. Statt einer Statistik gab er den Schüler einen Satz von Bob Dylan mit: „Was bedeutet schon Geld. Ein Mensch ist erfolgreich, wenn er zwischen Aufstehen und Schlafengehen das tut, was ihm gefällt.“

Die Halle bedankte sich bei allen Tutoren sowie Oberstufenkoordinator Meik Müller mit stehendem Applaus. Für die Schülerschaft dankte Eric Mauritz anschließend Lehrern und Eltern. „Erziehung bedeutet Beispiel und Liebe. Beides ist Ihnen gelungen“, lobte der Abiturient. Emotional wurde es noch einmal bei der Verabschiedung von Musiklehrerin Anne Janz, die aus persönlichen Gründen an das Stralsunder Hansa-Gymnasium wechselt. Janz hatte acht Jahre lang Chor und Orchester des Gymnasiums geleitet. Am Freitag dirigierte sie ein letztes Mal ein buntes Potpourri aus Filmmusiken und Pop-Songs von Michael Jackson. Die Feier endete mit dem Klassiker „Sound of Silence“.

124 Schüler erhielten Zeugnisse

Uwe Driest

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