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Rügen Zu wenig Austausch zwischen Ost- und Westdeutschen
Vorpommern Rügen Zu wenig Austausch zwischen Ost- und Westdeutschen
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00:00 08.04.2013
Bürgermeisterin Andrea Köster (r.) überreicht Christian Schwochow Gastgeschenke aus seiner Geburtsstadt Bergen.
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Bergen

Zum 400. Geburtstag konnte sich die Stadt Bergen über die Glückwünsche eines besonders prominenten Sohnes der Stadt freuen. Christian Schwochow (35) ist Regisseur von mehreren erfolgreichen Filmen, sein gefeierter TV- Zweiteiler „Der Turm“ war einer der meistdiskutierten Filme 2012. In „der Turm“, unter anderem mit Jan Josef Liefers und Nadja Uhl, beschreibt Schwochow verschiedene Lebenswege in der DDR der 80er Jahre. Für seine Regieleistung erhielt er jetzt die begehrteste Medien-Auszeichnung Deutschlands: den Grimme-Preis.

„Ich wollte nie sagen: So und nicht anders war das Leben in der DDR. Das ginge ja gar nicht. Ich möchte zeigen, wie es gewesen sein kann, was für individuelle Schicksale es gab“, beschreibt er sein Herangehen an den Stoff des Films nach der Romanvorlage von Uwe Tellkamp. Als er das Drehbuch las, sei ihm klar gewesen: „Das ist mein Film! Den muss ich machen, koste es was es wolle.“ Uwe Tellkamp selbst war schließlich so positiv vom Film und Schwochows Interpretation der Charaktere überrascht, dass er an einer Fortsetzung von „Der Turm“ arbeitet.

Den Erfolg des Zweiteilers erklärt sich Schwochow aber nicht nur durch die persönliche Verbundenheit zum Thema. „Kein Mensch hat erwartet, dass dies ein Erfolgsfilm wird. Das machte die Arbeit für mich leichter, unbeschwerter. “

Die Vorbehalte zwischen Ost- und Westdeutschen kennt Schwochow aus persönlicher Erfahrung „1989 bin ich mit der Familie nach Hannover gezogen. Ich war der einzige ‘Ossi‘ an der Schule. Es war unglaublich, wie man sich in Hannover das Leben in der DDR vorgestellt hat“, blickt er zurück. Auch heute noch, fast 25 Jahre nach der Wende, wisse man in Ost- und Westdeutschland zu wenig voneinander, ist er überzeugt. „Es gibt zu wenig Perspektiven und zu wenig Bereitschaft einander zuzuhören, das ärgert mich sehr“, so Schwochow.

Ruhe findet der Wahl-Berliner aber auch — sogar ab und zu auf seiner Heimatinsel. „Wenn ich mich dem Rügendamm nähere, setzt bei mir die große Entspannung ein. Ich fühle mich zu Hause“, sagt er.

Anne Ziebarth

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