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Stralsund Eine Liebe, die nie vergeht: Barkas-Fans auf Tour
Vorpommern Stralsund Eine Liebe, die nie vergeht: Barkas-Fans auf Tour
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15:21 14.06.2019
Barkastreffen in Ludwigslust: Bisdorfer, Tribseeser und Kedingshäger waren dabei. Quelle: Ingolf Dinse
Bisdorf

Betriebsfahrzeug, Kleinbus oder Transportfahrzeug – der Barkas B1000 erfreute sich früher großer Beliebtheit. Und deshalb hat auch diese Marke ihre Fans, bekannt als „Die Barkasfreunde“. Die Anhänger aus Mecklenburg-Vorpommern haben zu Pfingsten eine Premiere gefeiert: In Ludwigslust hatten sie sich zu ihrem ersten Treffen versammelt.

Die Idee wurde schon früher geboren. In vielen Bundesländern steigen Barkastreffen. Aber in Mecklenburg-Vorpommern gab es bisher kein typenreines Treffen für Barkas. Doch die Schar der Fans ist groß. Schließlich war der Barkas B 1000 der beliebte Kleintransporter in der DDR. Der Zweitakter wurde von 1961 bis 1990 gebaut.

Der Transporter wurde in vielen Varianten produziert. So gab das Fahrzeug als Kleinbus, Pritschen- und Kofferwagen. Er war auch als Sanitäts- und Rettungsfahrzeug und sogar als Rundfahrtbus im Einsatz.Von dem Fahrzeug wurden über 175 000 Stück gebaut. Der Barkas galt als Arbeitstier der Nation.

Kastenwagen, Kleinbus und mit Pritsche, aber auch als Rettungswagen, Spezialanfertigung für Feuerwehr (bei vielen Blauröcken steht auch heute noch ein B1000 in der Garage), Polizei, Armee und sogar als Gefangenentransporter und Sattelschlepper. Der Eintonner wurde übrigens zuletzt mit einem Viertaktmotor nach VW-Lizenz produziert und gewann trotz Wende wieder an Beliebtheit.

Grund genug, um aus der Idee eines Treffens im eigenen Land endlich Realität werden zu lassen. Die Barkasfreunde rund um Sievertshagen und die befreundeten IFA-Oldtimerfreunde aus Schwerin (IFA Mecklenburg-Vorpommern) reisten nun nach Ludwigslust. Das Treffen organisierten Andreas Wittmis aus Sievertshagen, der in der Barkasszene bekannt ist und eine umfangreiche Barkassammlung besitzt, und Kerstin Neupauer, Mitglied im Vorstand des IFA Mecklenburg-Vorpommern.

Andreas Wittmis sagte uns: „Wir brauchen uns mit unseren Barkas nicht zu verstecken. Außerdem können wir uns so gegenseitig unterstützen, helfen und ergänzen.“ Kerstin Neupauer ergänzte in der Runde: „Ich freue mich sehr, dass unser erstes Barkastreffen endlich stattfindet und schön, dass ihr alle gekommen seid!“

Als Veranstaltungsort wurde eine ehemalige Sanddornfirma in Ludwigslust ausgewählt. Das Gelände war schon lange nicht mehr genutzt worden und völlig verkommen. Vor einiger Zeit erwarben die IFA-Freunde aus Schwerin das Areal und bringen es nach und nach auf Vordermann. Beste Voraussetzungen also für solch ein Barkastreffen.

Aus Vorpommern, Rostock, Tessin, Schwerin und Umgebung trafen sich insgesamt 18 Barkas. Es gab viele nette Gesprächsrunden, viele Tipps und Erfahrungsaustausche. Abends wurde der Grill angeheizt und in gemütlicher Atmosphäre bis in die Nacht erzählt. Zum Start sollten es noch nicht mehr Fahrzeuge sein, um zunächst zu testen, ob solch ein Treffen in Mecklenburg-Vorpommern Realität werden kann.

Fazit: Ja, kann es, im nächsten Jahr findet an gleicher Stelle ein größeres Barkastreffen statt. Dann werden aus unserer Gegend aus Sievertshagen, Tribsees, Kneese, Bisdorf, Loitz, Lüssow, Jager, Kedingshagen, Grimmen und Hohendorf die Barkas in Richtung Ludwigslust rollen.

Doch ausruhen ist nicht: Heute steht die Tour nach Frankenberg in Sachsen zu einem der größten Barkastreffen Ostdeutschlands im Kalender. In Hainichen, Frankenberg und Karl-Marx-Stadt wurde der Barkas nämlich bis zur Wende gebaut, daher ist dieses Treffen ein Muss für alle B1000-Fans. Denn viele haben ihre Oldtimer noch richtig gut in Schuss, und darüber muss natürlich gefachsimpelt werden.

Ingolf Dinse und Ines Sommer

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