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Stralsund 2,8 Millionen Euro für 500 neue Kita-Plätze in Vorpommern-Rügen
Vorpommern Stralsund 2,8 Millionen Euro für 500 neue Kita-Plätze in Vorpommern-Rügen
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11:56 04.12.2019
In Pantelitz haben Kinder, Eltern und Erzieher bereits Richtfest für den Kita-Anbau gefeiert. 210 000 Euro fließen aus dem Förderprogramm des Landes. Quelle: Ines Sommer
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Stralsund

Gute Nachrichten von der immer noch sehr angespannten Kita-Front: Die 2,8 Millionen Euro, die der Landkreis aus dem 2017 aufgelegten Kita-Investitionsprogramm des Landes bekommt, reichen nun für elf Projekte. Und dahinter stehen immerhin rund 500 neue Kita-Plätze in ganz Vorpommern-Rügen.

Bisher sollte das Geld nur acht Maßnahmen zugutekommen, beschlossen vom Jugendhilfeausschuss des Kreistages 2018 in einer Prioritätenliste. Die wurde damals nach Interessenbekundung der einzelnen Träger festgelegt. Doch mit der genauen Planung ergaben sich bei der Umsetzung der Projekte Veränderungen.

IB verbraucht nicht alle Mittel

Wichtig für die Träger: Alle acht Projekte, die auf der Liste ganz oben standen und mit der Priorität 1 versehen wurden, können umgesetzt werden. Aber durch eine Änderung beim Projekt des Internationalen Bundes werden 720 000 Euro frei, die noch aufgeteilt werden können.

Das sind die elf geförderten Projekte

Die Kita Purzelbäume in Semlowmit 15 neuen Plätzen bekommt 225 000 Euro. Die„Klaukschieters“ aus Gresenhorstbekommen für den Ausbau mit 15 Plätzen 160 000 Euro. In Pantelitz freut sich die Kita Pusteblume für einen Anbau mit 14 Plätzen auf 210 000 Euro. Der Neubau des Vereins Lebensräumemit 18 Krippen- und 30 Kindergartenplätzen wird mit 353 000 Euro gefördert, allerdings nur für den Kindergarten, denn das aktuelle Förderprogramm zielt nur auf Plätze für die Lütten ab drei Jahren.

„Wirbelwind“ in Reinberg bekommt für zehn neue Plätze 18 000 Euro. Der Naturkindergarten in Sievertshagen steht mit 114 000 Euro für sechs Plätze in der Liste. Das neue und größere Haus der Kita des Fördervereins der Schule Dettmannsdorf kann sich über eine Finanzspritze von 480 000 Euro für 32 neue Plätze freuen. Die IB-Kita in Stralsund steht wie erwähnt mit 629 000 Euro im Plan.

Die Kita Eulennest in Barth, Träger ist der Storchennest-Verein, erhält einen Zuschuss von 315 000 Euro. DasMontessori-Kinderhaus in Stralsund steht mit 100 000 Euro im Plan. Die Awo bekommt 55 000 Euro.

Das neue IB-Haus in Stralsund wird durch einen Investor gebaut, der Träger mietet sich dann ein. So kann die Investition nicht gefördert werden, sondern nur die Ausstattung des Neubaus. Und der bietet Platz für 42 Krippen- und 99 Kita-Kinder. Die Förderung reduziert sich von 1,35 Millionen auf 629 000 Euro.

So soll die neue Kita an der Kupfermühle in Stralsund mal aussehen. Quelle: Architekuturbüro

„Das neue Haus soll an der Kupfermühle zwischen der Bundes-Kegelbahn und unserem Horthaus gebaut werden, also gleich in der Nachbarschaft des neuen Stadions“, freut sich IB-Geschäftsführer Martin Pollmann. „Die Planung ist abgeschlossen, der Bauantrag wurde eingereicht“, informiert er über den Stand der Maßnahme in der Tribseer Vorstadt.

Geld für Anbau oder weitere Kita-Plätze

Am Freitagnachmittag haben Kinder, Eltern und Erzieher Richtfest für den Kita-Anbau in Pantelitz gefeiert. Quelle: Ines Sommer

Bleiben immer noch 470 000 Euro, die an die Nachrücker von der Warteliste mit der Priorität 2 vergeben werden können. 315 000 Euro gehen ans „Eulennest“ in Barth für die Vollsanierung. So stehen 60 Plätze zur Verfügung, von denen 21 gefördert werden. 100 000 Euro erhält die Montessori-Kita im Stralsunder Stadtteil Grünhufe. Der Anbau wird zwar aus einem anderen Topf gefördert („Soziale Stadt“), aber für die Ausstattung hat der Verein 100 000 Euro beantragt.

Förderung mit 15 000 Euro pro Kindergartenplatz

Mit 55 000 Euro wird die Stralsunder Awo bedacht, die einerseits an der Jahnsportstätte in Stralsund den Ersatzneubau für die „Spielkiste“ plant, andererseits in Andershof aus einem alten Gebäude ein Mehrgenerationenhaus machen möchte, in dem auch Kita-Kinder betreut werden. Trotz Ersatzbau entstehen 41 Kindergarten- und 24 Krippenplätze. Gefördert werden elf neue Plätze.

„Da es sich bei den Maßnahmen mit der Priorität 1 um dringend benötigte Plätze handelt, mussten diese zuerst abgesichert werden. Dann rückten weitere Projekte nach“, so Fachdienstleiterin Dörte Heinrich vom Jugendamt des Kreises. Sie erklärte im Jugendhilfeausschuss am Montag auch, dass in der Regel eine Förderung mit 15 000 Euro pro Kindergartenplatz angesetzt wurde. Bei besonderen Bedingungen seien aber Ausnahmen möglich, denn die Richtlinie lasse eine Förderung von bis zu 90 Prozent zu.

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Von Ines Sommer

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