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Stralsund Stralsunder pflanzen Freiheitslinde
Vorpommern Stralsund Stralsunder pflanzen Freiheitslinde
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15:33 31.10.2019
Die Massenflucht von DDR-Bürgern aus Ungarn und der CSSR im Sommer 1989 veranlasste immer mehr Menschen in der DDR, auf die Straße zu gehen und gegen die Politik des SED-Regimes zu protestieren. Im Bild: Teilnehmer einer Montagsdemonstration in Leipzig. Quelle: Harald Kirschner/Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
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Stralsund

Am 9. November jährt sich der Fall der Berliner Mauer zum 30. Mal. In Stralsund wurden nun zwei Veranstaltungen angekündigt, um diesem historischen Ereignis zu gedenken. Zum einen erinnert die Heinrich-Böll-Stiftung mit der Ausstellung „Von der friedlichen Revolution zur deutschen Einheit“ vom 4. November bis 20. Dezember 2019 im Stralsunder Grünen-Büro, Alter Markt 7 an die Ereignisse von 1989 und 1990.

„Die von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur initiierte Schau wirft Schlaglichter auf den Protest gegen die Fälschung der DDR-Kommunalwahlen, die Fluchtbewegung im Sommer und die Massenproteste im Herbst, die die SED-Diktatur in die Knie zwangen“, teilt Susan Schulz, Geschäftsführerin der Böllstiftung in MV mit. Sie weist auch darauf hin, dass der Norden zu jener Zeit nicht schlief: So demonstrierten am 31. Oktober 1989 etwa 5000 Menschen für eine demokratische Erneuerung in Stralsund.

Über 100 zeithistorische Fotos und Dokumente auf 20 Plakaten laden dazu ein, sich mit der Selbstdemokratisierung der DDR, der deutsch-deutschen Solidarität und den außenpolitischen Weichenstellungen bis zur Wiedererlangung der deutschen Einheit zu beschäftigen. Die Ausstellung ist kostenfrei und montags bis freitags von 10 bis 14.30 Uhr zu besichtigen.

Badrow: Unterm Strich sollten wir dankbar sein

Zum anderen will auch die Stadt an den Mauerfall erinnern, denn: „Nichts in Deutschlands jüngerer Geschichte hat uns hierzulande gleichermaßen bewegt“, meint Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU). „Jede und jeder Einzelne hat ganz persönliche Erinnerungen an diesen besonderen Tag. Und auch an die Zeit in den Wochen davor – als sich in Stralsund mehr und mehr Menschen für Demokratie und Freiheit starkmachten.“

Deshalb lädt Badrow dazu ein, gemeinsam einen Baum – eine Freiheitslinde – zu pflanzen. Sie stellt laut dem OB ein Symbol „zur Erinnerung und als Dank an diejenigen dar, die in jener Zeit nicht länger stillgehalten haben, sondern aufgestanden sind“. Am 8. November um 15 Uhr soll auf dem Platz des 17. Juni (nahe Bahnhof Rügendamm) zu Spaten und Gießkanne gegriffen werden. „Denn auch, wenn die letzten 30 Jahre nicht frei von Enttäuschungen waren, so sollten wir unterm Strich doch vor allem eines sein: dankbar“, so Badrow.

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