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Stralsund 30 Kilometer quer durchs Trebeltal
Vorpommern Stralsund 30 Kilometer quer durchs Trebeltal
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00:00 19.04.2018
Birgit Kamrath vom Amt Recknitz-Trebeltal und Kunsthistorikerin Beatrice Busjan (v.l.) fachsimpelten zum Baubeginn über die Erlebnispunkte. Am Samstag wird nun schon die Einweihung gefeiert. Quelle: Foto: Peter Franke
Tribsees/Bassendorf

Gute Nachrichten für alle heimatverbundenen Wanderer, Radfahrer und Spaziergänger: 30 Kilometer lang ist der Rundweg durch das Trebeltal, der von Tribsees über Deyelsdorf nach Nehringen und Bassendorf sowie den Stubbendorfer Forst zurück ab sofort nach Tribsees führt. Vor knapp einem Jahr begannen die Ausbauarbeiten an dem Erlebnispfad, der mit Geld aus dem Leader-Topf, einem Programm der Europäischen Union, gefördert wurde und an dessen Finanzierung sich die Kommunen Deyelsdorf, Grammendorf und Tribsees beteiligten. Parallel dazu ließ die Landesforst-Behörde im Stubbendorfer Forst einen 4,5 Kilometer langen Waldlehrpfad anlegen. Die Arbeiten sind abgeschlossen. Und das soll nun gefeiert werden.

Erlebnispfad wird am Sonnabend in Bassendorf eröffnet / Auch in Tribsees ist was los

Buntes Einweihungsprogramm

Mit Ansprachen von Bürgermeistern aus dem Amt Recknitz-Trebeltal und Vertretern der Landesforst wird am Sonnabend um 13 Uhr in Bassendorf offiziell der Erlebnispfad Trebeltal zwischen Tribsees und Nehringen eröffnet. Aus diesem Anlass wird bereits ab 10 Uhr in Bassendorf zu einem bunten Programm für Jung und Alt mit Schaustellern, Verkaufsständen, Imbiss- und Getränkeangeboten, musikalischer Unterhaltung, Kinderanimation und im Bereich des Erlebnispfades zu Wanderungen, Rad- und Paddeltouren eingeladen. Zudem haben Besucher die Möglichkeit, zu Fuß, mit dem Rad oder sogar mit dem Traktor-Gespann einen Teil des Rundweges zu erkunden. Doch auch in Tribsees ist was los. So startet um 10 Uhr vor dem Mühlentor in Tribsees eine geführte Radtour durch den Stubbendorfer Wald nach Bassendorf mit Zwischenstopps beim Naturschutzbund am Trebelkanal und am Hof „Little Uncle“ im Tribseeser Ausbau. Geführte Wanderungen durch das Waldlabyrinth beginnen jeweils um 10 Uhr vom Parkplatz am Stubbendorfer Wald und 13.30 Uhr vom Sportplatz in Bassendorf. Für Paddeltouren auf der Trebel bittet das Jugendgästehaus „Graureiher“ in Nehringen um Anmeldung (☎ 038334/80311). Dort sind auch Kaffee und Kuchen oder ein Imbiss zu haben. Der erlebnisreiche Tag endet am Abend mit einer Tanzveranstaltung.

Erlebnispfad mit Wald-Lehrweg

Vor mehr als drei Jahren begannen die Planungen für den Erlebnispfad, der quer durchs Trebeltal führt. Im Juni 2017 starteten die ersten Arbeiten. Die Landesforstbehörde beteiligte sich mit dem bereits erwähnten Lehrpfad, der an den Erlebnisweg anschließt. Während der Trebelpfad mehr informell gestaltet wird, ist der Waldlehrweg mit Aktionen verbunden. So wird es etwa eine Stelle geben, wo in einer Buche die Attrappe eines Adlerhorstes verankert ist. Vom Waldboden aus kann man mit einem Feldstecher das Riesennest erkunden. Baumlabyrinth und eine Station mit Vogelstimmen runden das Ganze ab. Auch eine Streuobstwiese wird in den Waldlehrpfad mit einbezogen. „Wir haben hier unter anderem Bäume alter Obstsorten gepflanzt“, erzählt Jörg Ludwig. Zudem wird es entlang der Bäume einen Imkerlehrpfad geben. „Das große Thema des Waldlehrpfades ist die Nachhaltigkeit“, erklärte der Revierförster bei der letzten OZ-Stippvisite. Der Imkerlehrpfad passe damit sehr gut zum Thema. Gerade mit dem Wissen um das momentane Bienensterben sei es wichtig, die Menschen dafür zu sensibilisieren, wie wichtig die Natur und ihre Bewahrung nicht nur für Pflanzen und Tiere, sondern auch für uns Menschen ist.

Drei Gemeinden im Projekt

Birgit Kamrath, Mitinitiatorin des Trebeltal-Erlebnis-Pfades, leitet das Drei-Gemeinden-Projekt von Amts wegen. Beatrice Busjan aus Hamburg erkundete im Vorab schon mal die einzelnen Stationen des künftigen Pfades. Kunsthistorikerin Busjan zeichnet in Zusammenarbeit mit der Rostocker Agentur „Grafikagenten“ verantwortlich für die historisch erklärenden Texte, die auf Tafeln an den rund zehn Stationen über Wissenswertes informieren sollen; zudem versehen mit so genannten QR-Codes, über die per Handy und via Internet direkt am Ort noch mehr Hintergründe abrufbar sind.

„Wir starteten in Tribsees am Tor, haben Heimatmuseum und Kirche besucht und dann in Langsdorf den Reiterhof ,Little Uncle’“, berichtet Beatrice Busjan, die unterwegs viele Fotos schoss. Der Weg habe dann vom Zugang zum Stubbendorfer Forst – an dem ein Bohlensteg gebaut werden soll – über Techlin zum alten Bollwerk in Bassendorf geführt. „Dort wird ein Schwimmsteg auf Pontons errichtet, an dem Kanus anlegen können“, so Birgit Kamrath. Außerdem seien an dem Ort eine überdachte Sitzgruppe sowie eine Kompost-Toilette geplant.

Historikerin Busjan lernte zudem Nehringen mit Fangelturm, Gutshaus, Kirche und historischer Klappbrücke kennen. „Das Konzept, auf den Hinweistafeln Naturkunde und Geschichte zu verbinden, finde ich sehr gut“, sagt sie. „Es ist vollkommen idyllisch hier“, schwärmt die Hamburgerin vom Trebeltal.

Die Einheimischen wissen das natürlich und werden sich deshalb am Samstag die Eröffnung wohl nicht entgehen lassen.

Viertel Million Euro investiert

30 Kilometer lang ist der Erlebnispfad durchs Trebeltal, und der führt von Nehringen bis Tribsees.

Vor mehr als drei Jahren begannen die Planungen für den Erlebnispfad, der quer durchs Trebeltal führt. Im Juni 2017 starteten die ersten Arbeiten.

255000 Euro kostete das Ganze. Als Aufgabenträger ist die Gemeinde Deyelsdorf mit 36 000 Euro dabei. Die Stadt Tribsees übernimmt 23000 Euro, die Gemeinde Grammendorf 3000 Euro. 84 Prozent der förderfähigen Kosten werden aus dem Topf von Leader finanziert, einem europäischen Förderprogramm. Doch auch der „Rest“ stellte die Kommunen vor eine große Herausforderung.

In Tribsees und in Bassendorf startet am Sonnabend um 10 Uhr ein buntes Programm zur Einweihung des Erlebnispfades.

Harry Lembke und Ines Sommer

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