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Stralsund Aktionsbündnis Rad: Weniger unsinnige Schilder, mehr Radwege
Vorpommern Stralsund Aktionsbündnis Rad: Weniger unsinnige Schilder, mehr Radwege
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15:35 02.07.2018
Schutzstreifen für Radfahrer, wie hier am Carl-Heydemann-Ring in Stralsund, sieht das Aktionsbündnis „Pro Rad“ kritisch. Quelle: Christian Rödel
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Stralsund

Schluss mit unsinniger Beschilderung und dem lückenhaften Radwegenetz in Stralsund - das fordert das neue Aktionsbündnis „Pro Rad“. „Wir wollen, dass sich die Radwegesituation der Stadt ändert. Dazu wollen wir uns aktiv an die Politik wenden“, sagt Reinhard Klette, Initiator der Gruppe, die aus etwa 20 Leuten besteht. Das Bündnis hat konkrete Verbesserungsvorschläge: Für die Rostocker Chaussee auf der Höhe von Rewe, Dm und Co. hat die Gruppe eine Planung für einen Radweg inklusive Querungsmöglichkeiten erarbeitet. Die Strategie der Stadtverwaltung ist es, statt auf ausgebaute Radwege vielerorts auf markierte Schutzstreifen zu setzen. Das mache laut Aktionsbündnis aber nur dann Sinn, wenn die Schutzstreifen nicht nur vereinzelt, sondern flächendeckend umgesetzt werden. 

Die Schilderkombination „Fußgängerweg - Radfahrer frei“ solle außerdem, wo es geht, abgeschafft werden, beispielsweise am Weg am alten Tierparkeingang. „Diese Schilder erlauben Radfahren nur mit Schrittgeschwindigkeit. Sie sollten nur dort aufgestellt werden, wo es auch der praktischen Nutzung entspricht“, sagt Reinhard Klette. Eine bessere Alternative sei das Schild „Gemeinsamer Geh- und Radweg“.

Dem Aktionsbündnis geht es aber nicht nur um Forderungen, sie wollen auch das Wissen um eben solche Beschilderungen und Verkehrsregeln bei den Leuten auffrischen. „Es geht uns auch um Aufklärung. Oft sind Konflikte im Verkehr mit Unwissen begründet“, sagt Reinhard Klette.

Alexander Müller

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