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Stralsund Alte Bohrlöcher werden geschlossen
Vorpommern Stralsund Alte Bohrlöcher werden geschlossen
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06:49 14.10.2015
Christoph Siegert (30) am Bohrloch Quelle: Marlies Walther
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Stralsund

570 000 Euro stellt das Land für die Schließung von zwei alten Bohrlöchern in Stralsund zur Verfügung. Diese Tiefenbohrungen, die zu DDR-Zeiten zur Erkundung von Erdwärme erfolgten, werden jetzt mit Zement verfüllt, weil sich eine geothermische Nutzung als unwirtschaftlich herausgestellt hat. Die Löcher sind über 1500 Meter tief. Bereits 1990 war das Projekt abgebrochen worden. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es insgesamt rund 500 Altbohrungen, von denen der größte Teil bereits geschlossen ist.

Zurzeit steht der 35 Meter hohe Bohrturm noch auf einem Feld an der Rostocker Chausee. In der nächsten Woche wird die Anlage mitten im Wohngebiet Grünhufe aufgebaut. Zunächst werden alte Rohre, die sich noch in dem Bohrloch befinden, ausgebaut. Dann kommt der Zement in das Loch.  Die Bewohner müssen sich auf einen hohen Lärmpegel einstellen. Drei Wochen sollen die Arbeiten dauern.

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Walther, Marlies