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Stralsund Anwohner haben Angst um ihre Straßen
Vorpommern Stralsund Anwohner haben Angst um ihre Straßen
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06:42 19.06.2014
Eng, enger, Heuweg: Die Fahrzeugkaravane schlängelt sich durch die engen Straßen in der Tribseer Vorstadt. Quelle: Jens-Peter Woldt
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Stralsund

Anwohner der Tribseer Vorstadt in Stralsund sind sauer. Seit der Carl-Heydemann-Ring zwischen Damaschkeweg und Alter Richtenberger Straße wegen Bauarbeiten gesperrt ist, schlängelt sich die Blechkarawane durch Heuweg und Witzlawstraße. Anwohner Daniel Henke: „Es ist eine Katastrophe. Bis zu 200 Fahrzeuge haben wir pro Stunde gezählt. So viele fahren hier sonst in einer Woche.“

Dabei gebe es eine offizielle, weiträumige Umleitung über die Richtenberger Chaussee. Die Autofahrer aber nehmen lieber die Abkürzung durch das sonst so idyllische Wohngebiet, das auch als Tempo-30-Zone ausgewiesen ist.

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Dabei war die Situation anfangs noch extremer. Seit der Heuweg in Richtung Norden Einbahnstraße ist und die Witzlawstraße in Richtung Süden, gibt es zumindest keinen Gegenverkehr auf den schmalen Gassen. Trotzdem: Die Bewohner entlang dieser Straßen bleiben unzufrieden. Selbst schwere Lkw mit Anhänger und schwere Traktoren nutzen die Abkürzung.

Jetzt fürchten die Anwohner, dass ihre Straßen kaputt gefahren werden. Denn: „Wir mussten uns mit einer satten Umlage an den Straßenbaukosten beteiligen“, schimpft Henke. „Ich habe ein Eckgrundstück und wurde zweimal zur Kasse gebeten.“

Die Stadtverwaltung hat keine Lösung parat. Die genannten Straßen seien öffentlich. Die Durchfahrt könne nur mit baulichen Sperren verhindert werden. Die würden allerdings auch die Anlieger treffen. Die Straßen befänden sich in einem baulich guten Zustand und seien in der Lage, während der Baumaßnahme den zusätzlichen Verkehr aufzunehmen.

Die Umleitungsbeschilderung, die eingerichteten Zufahrtsbeschränkungen sowie die von der Polizei verstärkt durchgeführten Geschwindigkeitskontrollen würden bereits darauf abzielen, den Verkehr im Wohngebiet so verträglich wie möglich zu gestalten.

Abschließend heißt es in der Stellungnahme: „Sollten doch Schäden an der Straße auftreten, so werden diese im Rahmen der Straßeninstandsetzung beseitigt. Die Kosten hierfür trägt die Hansestadt Stralsund.“



Jens-Peter Woldt