Ausbildung im Strelapark Stralsund: Das bieten Mediamarkt, Spielemax und McDonalds
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Ausbildung im Strelapark Stralsund: Das bieten Mediamarkt, Spielemax und McDonalds

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07:00 10.11.2021
Elias Klinkenberg hatte mit seiner ersten Bewerbung auf Anhieb Erfolg. Sein Wunschbetrieb Mediamarkt bildet den 17-Jährigen im Stralsunder Strelapark zum Kaufmann im Einzelhandel aus.
Elias Klinkenberg hatte mit seiner ersten Bewerbung auf Anhieb Erfolg. Sein Wunschbetrieb Mediamarkt bildet den 17-Jährigen im Stralsunder Strelapark zum Kaufmann im Einzelhandel aus. Quelle: Wenke Büssow-Krämer
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Stralsund

Unternehmen, die auf gut ausgebildete Mitarbeiter wert legen, bilden diese im Idealfall selbst aus. Dass eine fachlich fundierte Ausbildung auch im Einzelhandel von enormer Bedeutung ist, wissen die im Strelapark ansässigen Händler.

Mit firmeninternen Schulungen und theoretischem Einzelunterricht überzeugen sie die Schulabgänger von sich als Ausbildungsbetrieb und sichern sich so den eigenen Nachwuchs. Am diesjährigen Ausbildungstag im Strelapark warben sie klar für eine Entscheidung für die hier ansässigen Unternehmen.

Ausbildung als starke Säule des Unternehmens

„Ausbildung ist eine unserer großen Säulen“, bestätigt Marco Blochwitz, Leiter Kundenservice im Stralsunder Media Markt. „Dafür verfügen wir über acht Ausbilder für den praktischen Ausbildungsteil, was schon deutlich über den Richtwert liegt. Außerdem ermöglichen wir durch eine eigens engagierte Lehrerin nochmals Unterstützung für den theoretischen Bereich. Im Einzelunterricht oder eingeteilt nach Lehrjahr bekommen die Azubis dann Nachhilfe.“ Nicht umsonst wurde der Media Markt wiederholt als Top-Ausbildungsbetrieb von der Industrie- und Handelskammer ausgezeichnet.

Jeweils zwei Auszubildende hat der Media Markt aktuell pro Ausbildungsjahr. Hinzu kommen die jungen Frauen und Männer, die über eine überbetriebliche Ausbildung ihre Praxis in dem Elektronikfachmarkt bekommen. Geschätzt 120 Bewerbungen landen für die Ausbildungsplätze jährlich auf dem Tisch von Marco Blochwitz. Elias Klinkenberg zählt zu den glücklichen Kandidaten, die einen der begehrten Ausbildungsplätze beim Media Markt ergattert haben. „Es war schon mein Wunschbetrieb“, sagt der 17-Jährige.

„Mein Schulpraktikum habe ich damals im Lebensmittel-Einzelhandel gemacht. Das hat mir auch gezeigt, dass mir der Umgang mit Kunden Spaß macht und leicht fällt. Aber es sollte doch etwas Technisches sein, da ich mich damit auch in der Freizeit viel beschäftige“, so der junge Mann, der nun täglich von Garz nach Stralsund pendelt. Die Bewerbung für den Stralsunder Markt war sein erster Versuch. „Ich wurde zum Vorstellungsgespräch eingeladen und bald darauf nochmals, um alles abzusprechen.“

Auch mit zwei Kindern den Berufsstart meistern

Das Famila Warenhaus bietet von Verkäufern, Kaufleute im Einzelhandel, Fleischer, Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk oder auch Handelsfachwirte ein breites Ausbildungsspektrum. Marie Sophie Weier und Jacqueline Laskowski befinden sich nun schon im dritten Lehrjahr ihrer Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel. „Bei uns durchläuft man alle Bereiche. Für das dritte Lehrjahr kann man sich dann für einen Bereich entscheiden, der einem am meisten liegt. Das finde ich toll“, sagt die 21-jährige Marie Sophie Weier, die sich in der Obst-Gemüse-Abteilung des Marktes wohlfühlt.

Jacqueline Laskowski (27) ist glücklich, dass sie als zweifache Mutter beim Famila die Chance bekommen hat, eine Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel zu absolvieren. Hier möchte sie auch bleiben. Quelle: Wenke Büssow-Krämer

Besonders glücklich ist Jacqueline Laskowski über die Chance, die ihr Famila gegeben hat. Die heute 27-Jährige hat einst ihr Abitur abgebrochen und ist inzwischen zweifache Mutter. „Das hat viele Ausbildungsbetriebe abgeschreckt. Nun stehen die Chancen gut, dass ich auch nach der Ausbildung hierbleiben kann“, freut sich Jacqueline Laskowski. Auch bei Famila sorgen externe Seminare und zusätzlicher Förderunterricht dafür, dass die jungen Leute das Ausbildungsziel meistern.

Weniger Azubis – mehr Zeit für die Ausbildung

Im Discounter Aldi hat man sich darauf verständigt, stets nur einen Auszubildenden pro Markt einzustellen. „Es muss mit der Mitarbeiterzahl vereinbar sein. Wir wollen ja auch Zeit in die Ausbildung investieren können und nicht, dass der Lehrling im Stress vergessen wird“, erklärt Maria Günther, Ausbildungsverantwortliche bei Aldi.

Pia Böckler ist im zweiten Ausbildungsjahr zur Verkäuferin. Erst kürzlich hat sie ihren ersten Ausbildungsbetrieb verlassen, um zu Aldi zu wechseln. „Das Arbeitsklima ist besser. Das war ein wesentlicher Grund“, sagt die 19-Jährige. „Außerdem ist es hier abwechslungsreicher. So durfte ich vorher zum Beispiel nie an die Kasse, was ich nun erstmals darf. Toll sind auch die extra Seminare, in denen wir Berufsschulstoff noch mal festigen“, so die Greifswalderin.

Partner für außerbetriebliche Ausbildung

Sarah Rieger (22) absolviert den praktischen Teil ihrer Ausbildung im Spielemax. Quelle: Wenke Büssow-Krämer

„Ich habe mich lange im Bereich Verkauf oder auch Altenpflege beworben. Ohne Erfolg“, berichtet Sarah Rieger. Die 22-Jährige begann eine außerbetriebliche Ausbildung beim Bildungszentrum Nordost. Für die Praxis hat sie nun im Spielemax den richtigen Betrieb gefunden. „Als kooperativer Partner sind wir auch noch mit der Grone Schule, dem Berufsförderungswerk oder dem Produktiven Lernen in Verbindung. Hier sind wir als außerbetrieblicher Ausbilder tätig“, erklärt Marco Rusnak.

Nachwuchs durch ausländische Jugendliche

Die 17-jährige Anna Köpke ist in diesem Jahr in ihre Ausbildung zur Fachfrau für Systemgastronomie bei McDonald’s gestartet. Quelle: Wenke Büssow-Krämer

Außerhalb des Strelaparks bietet auch McDonald’s Ausbildungsplätze. Fünf junge Leute werden hier zur Fachkraft im Gastgewerbe oder Fachfrau/Fachmann in der Systemgastronomie ausgebildet. „In diesem Jahr haben wir erstmals viele junge Leute aus der Ukraine, aus Kirgisistan oder Vietnam, die bei uns eine Ausbildung machen“, berichtet Ausbilderin Andrea Hermann. „Die Nachfrage der einheimischen Jugendlichen ist leider nicht so stark“, bedauert sie.

Anna Köpke hat sich dennoch entschieden, bei dem Fastfood-Anbieter den Beruf der Fachfrau in der Systemgastronomie zu erlernen. „Wir werden auch im ersten Lehrjahr schon in allen Bereichen eingesetzt“, hebt die 17-Jährige lobend hervor. Zwischen Küche, Service, Gastbereich und McCafé gefällt ihr die Arbeit am McDrive besonders. „Bei uns hat jeder die Chance weiterzumachen, bis zur Restaurantleitung“, sagt Andrea Hermann. „Schließlich wollen wir top ausgebildete Leute auch nicht einfach ziehen lassen.“

Von Wenke Büssow-Krämer