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Stralsund Stralsunder Marienkirche: 366 Stufen zum Glück
Vorpommern Stralsund Stralsunder Marienkirche: 366 Stufen zum Glück
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11:01 08.08.2019
Der beste Ausblick der Hansestadt? Die Plattform der Marienkirche befindet sich rund 100 Meter über dem Sund. Über die Altstadt hinweg kann man die Insel Rügen und sogar Hiddensee sehen. Quelle: Leonie Zimmermann/OZ
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Stralsund

366 Stufen zum Glück – oder zum besten Ausblick der Hansestadt Stralsund. Wer den Kirchturm der Sankt Marienkirche erklimmen möchte, der muss sich das allerdings verdienen.

Denn der Aufstieg bis zur Kirchturmspitze ist alles andere als ein Kinderspiel. Die Reise beginnt direkt in der Kirche mit den motivierenden Worten der Empfangsdame: „Immer an der Wand entlang – und ja nicht aufgeben.“

Und dann geht es auch schon in die steinernde Wendeltreppe – für Klaustrophobiker eine kleine Herausforderung. Links ein buntes Seil, rechts ein zierlich anmutendes Geländer zum Festhalten und in den ersten paar Minuten ist kein Ende in Sicht.

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Und wenn die meisten Besucher bereits schwer atmend Stufe für Stufe besteigen, gibt es die erste Belohnung: Ein Blick durch die Turmluken – über die Kirche hinweg in Richtung Rügenbrücke, Hafen und Altstadt.

Vorbei an alten Kirchenglocken

Der Anblick macht Lust auf mehr, was den weiteren Aufstieg deutlich leichter macht. Wer jetzt noch weitere Motivation braucht, dem hilft vielleicht die Geschichte des „Helden von Stralsund“:

Ein junger Mann hat im Jahr 1932 den Kirchturm von außen erklommen, eine Totenkopf-Flagge an der Spitze angebracht und damit für große Aufmerksamkeit gesorgt.

Der Aufstieg ist nicht gerade leicht, aber er lohnt sich: 366 Treppenstufen müssen Besucher hinter sich bringen, um den einmaligen Ausblick vom Kirchturm der Sankt Marienkirche zu genießen. Ein paar Eindrücke in Bildern:

Auf dem ersten Podest angekommen geht es über Holztreppen weiter. Und allein der Innenraum des Kirchturms ist ein weiterer Hingucker: Der Weg nach oben führt durch verwinkelte Holzwege und an den drei Kirchglocken vorbei.

100 Meter über dem Strelasund

Das Ende bereits in Sicht, müssen die Besucher schließlich nur noch eine steile Leiter hoch und durch eine Lucke auf das Podest des Kirchturms steigen.

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Dort angekommen – rund 100 Meter über dem Strelasund – wird schnell klar, wieso viele Menschen den sportlichen Aufstieg auf sich nehmen: Der Ausblick bis nach Hiddensee, Rügen und über die ganze Stadt ist einmalig – und die 366 Stufen längst wieder vergessen.

Von Leonie Zimmermann

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