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Stralsund Bergens Rugard wird zu einer Erlebniswelt
Vorpommern Stralsund Bergens Rugard wird zu einer Erlebniswelt
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00:00 06.04.2013
Die Partner der „Erlebniswelt Rugard“ präsentieren ihr Gemeinschaftsprojekt unterhalb des Arndt-Turmes. Quelle: Chris-Marco Herold
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Bergen

Der Rugard in Bergen soll künftig nicht mehr „nur“ ein Naherholungsgebiet sein, sondern vielmehr zur „Erlebniswelt Rugard“ werden. Dafür übt die Stadt den Schulterschluss mit den dort ansässigen Betreibern der Inselrodelbahn, des Kletterwaldes, der Go-Kart-Bahn, der Minigolfanlage und des Hotels „Am Rugard“. „Wir als Stadt bringen den Ernst-Moritz-Arndt-Turm, die Freilichtbühne und den Naturerlebnispfad in dieses Gemeinschaftsprojekt ein“, sagte Bergens Bürgermeisterin Andrea Köster (CDU), als sie das Vorhaben in dieser Woche gemeinsam mit den Partnern vorgestellt hatte. Und bei der Gelegenheit machte sie generell deutlich: „Wir als Stadt sind sehr begeistert, weil sich das, was sich hier entwickelt hat, nicht nur auf Rügen einzigartig ist.“

Das alles wollen die Partner gemeinsam vermarkten — unter der Dachmarke „Erlebniswelt Rugard“. Der Grafiker Paul Dehn aus Stralsund hat diese entwickelt und nannte die Zielrichtung: „Künftig sollen die Leute nicht mehr sagen, wir fahren zur Rodelbahn oder zum Kletterwald, sondern wir fahren in die Erlebniswelt. Denn dort können jung und alt einen ganzen Tag abwechslungsreich verbringen.“

Bürgermeisterin Köster ergänzte: „Das wäre für die Urlauber auch eine Alternative, wenn sie genug vom Strand haben.“

Wie sie und die Insulaner in die Erlebniswelt gelangen, erfahren sie anhand einer entsprechenden Beschilderung. „Die wird“, so Michael Müller vom dortigen Hotel Am Rugard, „zeitnah installiert, wenn der Frost aus dem Boden ist.“ Vorgesehen seien acht Wegweiser entlang der Wege zwischen Rugard-Parkplatz und Go-Kart-Bahn sowie zwei große Hinweisschilder an den Bundesstraßen 96 sowie 196. Hinzu kommt noch jeweils eine Infotafel an den Standorten Parkplatz Rugard, Kletterwald und Go-Kart-Bahn. Paul Dehn rechnet damit, dass die entsprechenden Schilder in den nächsten zwei Wochen installiert werden können.

Komplettiert wird das Ganze noch von Flyern sowie einer Homepage (

www.erlebniswelt-rugard.de
) — aber nicht von einer gemeinsamen Eintrittskarte. Die werde es vorerst noch nicht geben — vielleicht zum nächsten Jahr, wenn für das Gemeinschaftsprojekt Bilanz gezogen wurde. Derzeit könnten sich die Partner vorstellen, gemeinsame Veranstaltungen oder Aktionen ins Leben zu rufen — an besonderen Tagen.

In diesem Zusammenhang wagte Bürgermeisterin Köster einen Ausblick aufs nächste Jahr: „Vielleicht sollten wir künftig unser Osterspektakel in den Rugard verlegen und dies nicht mehr auf dem so genannten Telekom-Platz.“

Derzeit besuchen jährlich etwa 200 000 Einheimische und Gäste der Stadt das Naherholungsgebiet Rugard. Die Partner der Erlebniswelt sind davon überzeigt, dass ihr Vorhaben zu einem erfolgreichen werden kann. „Es ist doch schon ein Wunder und eine gute Grundlage, dass sechs Seiten mitziehen“, machte Michael Müller deutlich. An der gemeinsamen Vermarktung ihres Projektes haben sie sich jedenfalls bislang zu gleichen Teilen beteiligt. Die Kosten werden derzeit mit 18 000 bis 20 000 Euro veranschlagt.

Einst unbewaldet
Bis 1830, als Fürst Wilhelm Malte I. (1783 - 1854) zu Putbus den Burgwall aufforsten ließ, war der Rugard unbewaldet. Karl Friedrich Schinkel hat 1821 in seinem Gemälde „Der Rugard auf Rügen“ diesen Anblick festgehalten. Im Laufe der Zeit entstand ein Waldgebiet, das vor allem aus Fichten und Kiefern besteht, unterbrochen

von kleinflächigen Eichen-, Birken-

und Pappelbeständen sowie vielen

anderen Laub- und Nadelgehölzen.

Seit 1984 führt ein 2,5 Kilometer

langer Naturlehrpfad als Rundweg durch den Rugardwald, an dem sich

Besucher anhand von Schautafeln über die Tier- und Pflanzenwelt in

dieser Landschaft informieren können.

zur Zeitungsseite

Chris-Marco Herold

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