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Stralsund Reichlich Blaulichtgewitter zum Feuerwehrgeburtstag in Stralsund
Vorpommern Stralsund Reichlich Blaulichtgewitter zum Feuerwehrgeburtstag in Stralsund
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17:39 25.08.2019
Vom Busbahnhof aus machten sich 35 Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge auf den Weg zu einem Umzug durch die Stralsunder Altstadt. Quelle: Jörg Mattern
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Stralsund

Mit 21 Freiwilligen war die Stralsunder Freiwillige Feuerwehr am 21. Februar 1959 gegründet worden. Anlass genug, den 60 Geburtstag der Wehr am Sonnabend mit einem Paukenschlag zu begehen. Bevor im Sicherheitstechnischen Zentrum der Hansestadt in der Seestraße das große Hoffest startete, machten sich 35 Lösch- und Rettungsfahrzeuge vom Busbahnhof aus unter Blaulicht und mit viel Tatütata durch die Altstadt auf den Weg zur Geburtstagsparty.

Gratulanten kamen aus allen teilen des Landkreises

Heino Tanschus, Stellvertreter des Oberbürgermeisters und Ordnungsamtschef der Hansestadt, freute sich darüber, dass Wehren aus allen Teilen des Landkreises Vorpommern-Rügen sowie Vertreter anderer Rettungs- und Hilfsorganisationen von Deutschem Roten Kreuz, Technischem Hilfswerk und Deutscher Lebensrettungsgesellschaft gekommen waren, um mitzufeiern. „Solch einen großartigen Umzug könnte es gerne zu jedem Feuerwehrgeburtstag geben“, sagte Tanschus zur Begrüßung.

Ein Mann für die Technik der Feuerwehr

Heute zählt die Freiwillige Feuerwehr der Hansestadt 70 Aktive, darunter sieben Frauen, die für alle Aufgaben durch eine gute Ausbildung gerüstet sind. Einer von ihnen ist Felix Eichstädt. Der 24-Jährige ist seit vier Jahren Mitglied der Wehr. „Es war ein guter Freund, der mich mitgenommen hat“, sagt der gelernte Kfz-Mechatroniker. Er kennt sich nicht nur mit der Technik der Einsatzfahrzeuge und -geräte aus. Eichstädt ist Kfz-Wart der Feuerwehr, Drehleitermaschinist, darf unter Atemschutzgerät ebenso eingesetzt werden wie im Chemikalienschutzanzug. Für seine Qualifikationen opfert er viel von seiner Freizeit. Eins hat er dabei immer fest im Blick: „Mein Ziel ist es, einmal Mitglied der Berufsfeuerwehr zu werden.“ Den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr will er dennoch als Mitstreiter verbunden bleiben.

Die Freiwillige Feuerwehr unterstützt mit Manpower

Warum eine Stadt wie Stralsund neben der Berufsfeuerwehr auch noch eine Freiwilligentruppe braucht, weiß Wehrleiter Andreas Redlich. „Die Berufsfeuerwehr sichert stets den Grundschutz bei Bränden in der Stadt und dem Umland ab. Bei größeren Brandereignissen werden wir zusätzlich alarmiert, denn wir haben die Manpower.“

Intensive Jugendarbeit sichert Nachwuchs

Damit das so bleibt, betreibt die Freiwilligen Feuerwehr eine intensive Jugendarbeit. Dass Feuerwehrmann immer noch ein Sehnsuchtsberuf ist, dafür stehen 51 Mädchen und Jungen in der Kinderfeuerwehr und sowie 23 Aktive in der Jugendwehr. „Etwa ein Drittel dieser Jugendlichen, findet dann im Alter von 16 Jahren auch den Weg in die Einsatzabteilung“, sagt Redlich. Und so standen am Sonnabend denn auch Stralsunds jüngste Feuerwehrleute im Mittelpunkt, als die 10-jährigen Jungs Jakob Timm, Peer Hase, Jeremy Schmidt und Christopher Klein feierlich von der Kinder- in die Jugendabteilung wechselten und ihre neue Dienstbekleidung erhielten. Und Gina Berles von der Jugendwehr wurde mit vielen guten Wünschen von Feuerwehrchef Andreas in die Einsatzabteilung übernommen.

Neues Dienstgebäude wird hergerichtet

Um seine künftige Mannschaftsstärke muss sich der Wehrleiter also wenig Sorgen machen. Das wurde auch bei einem Rundgang mit Florian Peters, Abteilungsleiter Feuerwehr der Hansestadt, durch die künftigen Diensträume der Freiwilligen Feuerwehr deutlich. Die entstehen in der alten Notarztwache, in der die Gründer der Wehr 1960 schon einmal Quartier bezogen hatten. „Der Umbau berücksichtigt durchaus den möglichen personellen Zuwachs der Wehr“, sagte Peters. So wird etwa der Umkleideraum künftig eine Kapazität für 80 Feuerwehrleute haben.

Die ganze Familie bei der Feuerwehr

Wie hoch die Identifikation mit der ehrenamtlichen Arbeit in einer Feuerwehr sein kann, ließ sich auch unter den Gästen des Hoffestes feststellen. Von Rügen war Susanne Koch gekommen. Sie ist als Jugendwartin in der Gingster Wehr aktiv. Und nicht nur sie. „Mein Opa, mein Vater, mein Mann, alle sind alle Feuerwehrleute“, sagte die Feuerwehrfrau. Selbst der 7-jährige Sohn macht in der Kinderwehr mit und ihre Schwester, ebenfalls Feuerwehrmitglied, zieht es jetzt nach Magdeburg zum Studium für Sicherheitstechnik und Gefahrenabwehr.

Mit einem großen Umzug durch die Stralsunder Altstadt und einem Hoffest im Sicherheitstechnischen Zentrum feierte die Freiwillige Feuerwehr der Hansestadt am Sonnabend ihren 60. Geburtstag. Der 21. Februar 1959 ist das offizielle Gründungsdatum der Wehr. Zu den Gratulanten gehörten viele Feuerwehrfrauen und Männer aus Wehren des Landkreises Vorpommern-Rügen sowie Retter und Helfer unter anderem vom Technischen Hilfswerk und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft, die mit 35 Fahrzeugen am Umzug teilnahmen.

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Von Jörg Mattern

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