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Stralsund Bürgerschaft lässt großen Turnhallen-Neubau prüfen
Vorpommern Stralsund Bürgerschaft lässt großen Turnhallen-Neubau prüfen
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06:02 16.05.2019
Auf Wunsch der Bürgerschaft wird nun der Neubau einer großen Turnhalle auf der Mahnkeschen Wiese geprüft. Quelle: Stefan Sauer
Stralsund

Große Pläne für die Mahnkesche Wiese: Die Bürgerschaftsfraktion der Wählergemeinschaft Bürger für Stralsund (BfS) hat Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) überraschend damit beauftragt, dort den Bau einer großen Drei-Felder-Sporthalle mit Zuschauerrängen zu prüfen.

Der BfS-Stadtvertreter Thomas Haack kündigte an, dass seine Fraktion bei dem Thema hartnäckig bleiben werde. Mit einem vorschnellen und unter Umständen negativen Prüfergebnis aus dem Rathaus wollen sich die Bürger für Stralsund offenbar nicht abspeisen lassen. Zumal die BfS-Fraktion in der ersten Fassung einer entsprechenden Beschlussvorlage noch Folgendes formuliert hatte: „Der Oberbürgermeister wird beauftragt, für den Neubau einer Drei-Felder-Sporthalle mit Zuschauerplätzen auf dem Gelände der Mahnkeschen Wiese die entsprechenden Vorbereitungen zu treffen.“

Die Abgeordnete Ann Christin von Allwörden setzte sich jedoch im Namen der CDU dafür ein, dass OB Alexander Badrow (CDU) zunächst keine konkreten Vorbereitungen treffen solle, sondern lediglich überprüfen soll, ob diese Idee sinnvoll ist. An den Argumenten der BfS-Fraktion für eine neue Sporthalle sei nichts auszusetzen, dennoch dürften Einschränkungen wie Grundstücksfragen nicht aus den Augen verloren werden. „Die Mahnkesche Wiese wird derzeit auch für andere Dinge genutzt“, sagte von Allwörden. In dieser Variante stimmte die Mehrheit der Bürgerschaft dem Ansinnen zu.

Die Diskussionen um den Erweiterungsbau des Schulzentrums am Sund hätten bereits gezeigt, dass dort etwas sehr Großes gebaut werde, begründete Haack den Vorstoß seiner Fraktion. „Dort werden dann 1200 Schüler lernen.“ Die Turnhalle, die bisher zu dem Schulkomplex gehört, „ist zwar schön, bleibt aber eine Micky-Maus-Turnhalle, die künftig, gemessen an der Anzahl der Schüler, viel zu klein sein wird“. Dies gelte insbesondere, wenn zugleich der gestiegene Bedarf der Sportvereine in die Prognose einbezogen werde. Zudem befinde sich die Jona-Schule in der Nähe, die bislang über keine eigene Turnhalle verfügt. „Wenn geeignete Förderprogramme geschickt genutzt werden, können wir mit diesem Projekt einen großen Wurf landen“, prophezeite Haack.

Für einen Standort auf der Mahnkeschen Wiese würden auch die vorhandenen Parkmöglichkeiten sprechen, die selbst dann ausreichend seien, wenn Großveranstaltungen in der Halle stattfinden, weshalb die BfS-Fraktion zugleich eine auskömmliche Anzahl an Zuschauerplätzen fordert. Ob 100 oder 500 angemessen seien, müsse Haack zufolge das Ergebnis der Machbarkeitsüberprüfung der Stadtverwaltung ergeben.

Die Pläne erinnern im Kleinen an die jahrelange Debatte um den Bau einer großen Stralsunder Stadthalle, nachdem der Stralsunder Handballverein (SHV) nach der Spielsaison 2002/2003 in die Erste Bundesliga aufgestiegen und plötzlich eine Halle mit 2000 Sitzplätzen nötig geworden war. Das in der Nähe des Hansedoms geplante Vorhaben wurde jedoch nie umgesetzt.

Grüne und SPD sehen den Neubau einer Drei-Felder-Halle kritisch. Die Bürgerschaft habe lange an einem Sportstätten-Entwicklungskonzept gearbeitet, dass nun richtungsweisend sein sollte, Grünen-Fraktionschef Jürgen Suhr. Darin sei der Neubau einer Halle auf der Mahnkeschen Wiese nicht vorgesehen. Suhr: „Dann muss man redlicherweise auch sagen, welche Maßnahmen in dem Konzept wieder gestrichen werden. Herbeizaubern kann man auch Fördermittel nicht.“

CDU-Frau von Allwörden hielt dem entgegen, dass der Bedarf für eine neue Halle erst nach der Fertigstellung des Sportstättenentwicklungskonzeptes erkannt worden sei. Grund seien die deutlich jüngeren Erweiterungspläne für das Schulzentrum. SPD-Fraktionschef Peter van Slooten verglich die Pläne wörtlich mit einem „Luftschloss“.

Benjamin Fischer

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