Cinestar-Kinos in Stralsund und Rostock dürften öffnen – aber bleiben zu
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Stralsund Trotz Lockerung: Warum die Cinestar-Kinos in Stralsund und Rostock weiter zu bleiben
Vorpommern Stralsund

Cinestar-Kinos in Stralsund und Rostock dürften öffnen – aber bleiben zu

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15:44 15.03.2021
Oliver Fock ist Geschäftsführer von Cinestar. Zu der Kette gehört unter anderem das Haus in der Stralsunder Altstadt.
Oliver Fock ist Geschäftsführer von Cinestar. Zu der Kette gehört unter anderem das Haus in der Stralsunder Altstadt. Quelle: Cinestar (l.), Maik Bleidorn
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Stralsund/Rostock

Vorhang auf für großes Kino – so könnte es ab dem 22. März in Rostock und dem Landkreis Vorpommern-Rügen heißen. Denn die Inzidenz liegt in der Stadt und im Kreis seit Wochen bei unter 50, wobei der Wert in Vorpommern-Rügen zuletzt wieder gestiegen ist.

Der aktuellen Lage nach könnten die Behörden die Öffnung von Kinos aber ermöglichen. Selbst bei einem Wert von unter 100 wäre ein Betrieb möglich: Die Besucher müssten dann laut Landesverordnung einen tagesaktuellen negativen Schnelltest vorweisen.

Doch in den beiden Cinestar-Kinos in Stralsund und Rostock bleiben die Vorhänge trotzdem geschlossen. Einen Termin für eine Wiedereröffnung gebe es noch nicht, heißt es seitens des Unternehmens. Es sei nicht möglich, einen Kinobetrieb „an einem Tag rauf- und am nächsten wieder runterzufahren“, führt Geschäftsführer Oliver Fock aus. „Deshalb ist es wichtig, so zu planen, dass Kinos als vergleichsweise sichere Orte auch unabhängig von den lokalen Inzidenzen durch mehr Impfungen und mehr Testangebote nach der Wiedereröffnung tatsächlich geöffnet bleiben können.“ Je nach Lage vor Ort könnten aber auch Einzelfall-Entscheidungen getroffen werden.

100 Cinestar-Angestellte bleiben in Kurzarbeit

Die Kinokette mit Sitz in Lübeck unterhält in MV Häuser in Rostock, Stralsund, Greifswald, Wismar, Neubrandenburg und Waren (Müritz). Die 100 Angestellten im Bundesland bleiben weiterhin vollständig in Kurzarbeit. Ausnahme sind die Beschäftigten, die sich um Wartung und Instandhaltung kümmern.

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„Unser Ziel ist es, mit einem Hygiene-Konzept zu öffnen, dass jeweils in alle Richtungen neben einer zulässigen Gruppe ein Platz freigelassen wird. Nur dann werden wir gegenüber der Regelung nach dem ersten Lockdown Auslastungszahlen erreichen, die sich überhaupt wieder im Bereich der Wirtschaftlichkeit bewegen“, erklärt Fock.

Verzehr am Platz statt Maskenpflicht

Nach dem ersten Lockdown im vergangenen Jahr galt die Abstandspflicht von 1,5 Metern in alle Richtungen. Das führte dazu, dass die Säle nur zu maximal 25 Prozent ausgelastet werden konnten. Der Geschäftsführer fordert darüber hinaus: „Maskenpflicht am Platz darf es nicht geben.“ Dass sich Zuschauer während der Vorführung Popcorn, Cola und Co. gönnen, sei für den wirtschaftlichen Kinobetrieb „unerlässlich“.

Cinestar öffnete nach der ersten Corona-Welle im vergangenen Jahr nicht überall zeitgleich die Häuser, sondern nach und nach. Während in Rostock schon wieder Action angesagt war, mussten Filmfreunde in Vorpommern noch einige Wochen warten. Zudem hatten die Kinos Schwierigkeiten, Kundschaft anzulocken, da die Menge an Filmen mit Kassenschlager-Potenzial überschaubar war.

Wie sieht es nun mit Filmstarts aus? Fock möchte darüber noch keine Aussage treffen: „Dafür ist es leider noch zu früh.“

Von Kai Lachmann