Coronademos in Stralsund: Warum der Veranstalter drei von vier Protesten absagte
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Vorpommern Stralsund

Coronademos in Stralsund: Warum der Veranstalter drei von vier Protesten absagte

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12:01 22.12.2020
Etliche Polizisten sichern eine Coronademo in Stralsund ab.
Etliche Polizisten sichern eine Coronademo in Stralsund ab. Quelle: Christian Rödel
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Stralsund

Es sollte wohl ein ganz großer Aufmarsch werden: Die Corona-Gegner hatten in Stralsund laut Polizei für den letzten Montagabend vor Weihnachten gleich vier Proteste geplant und auch angemeldet. So registrierte die Versammlungsbehörde des Landkreises Vorpommern-Rügen einen Aufzug und gleich drei stationäre Versammlungen. Polizeiinspektion Stralsund sicherte die Protestorte ab und wurde dabei von Kräften des Landesbereitschaftspolizeiamtes MV unterstützt.

Der Aufzug sollte auf dem Alten Markt starten und durch verschiedene Straßen der Innenstadt zurück zum Alten Markt führen. Die stationären Versammlungen waren für den Alten Markt, den Olof-Palme-Platz und die Badenstraße angemeldet. Für jede Versammlung wurden etwa 50 bis 100 Teilnehmer erwartet und von der Versammlungsbehörde zugelassen. Als musste die Polizei mit bis zu 400 Demonstranten im Stadtgebiet rechnen. Rund 200 Teilnehmer hatten einige der letzten Demos erreicht.

Umzug durch die Altstadt mit 80 Teilnehmern

Der Aufzug, der sich laut Anmelderin gegen das Infektionsschutzgesetz, die unverhältnismäßigen Corona-Maßnahmen und die dazugehörige Landesverordnung richtete, erhielt an diesem Montagabend Zulauf von rund 80 Teilnehmern. Die Demonstranten setzen sich gegen 19.15 Uhr am Alten Markt in Bewegung. Nach einer Kundgebung auf dem Alten Markt gegen 21 Uhr ab wurde diese Demo beendet.

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Die drei als staitonär angemeldeten Versammlungen fanden hingegen gar nicht statt. Laut Polizei wurden sie vom Veranstalter abgesagt, weil keine Teilnehmer erschienen.

Polizei schließt Maskenverweigerer von Demo aus

Vor dem Beginn des Aufzugs wurden Personen ohne Mund-Nase-Bedeckung auf eine Befreiung kontrolliert. Drei Personen konnten eine solche nicht vorlegen und wurden vom Aufzug ausgeschlossen. Ein weiterer Versammlungsteilnehmer wurde während des Aufzuges ausgeschlossen, da er keine Mund-Nasen-Bedeckung trug. Die anderen Versammlunsgteilnehmer hielten sich an die von der Versammlunsgbehörde erteilten Hygieneauflagen, sodass keine Verstöße geahndet werden mussten.

Corona-Demo verursachte Verkehrseinschränkungen

Während des Versammlungsgeschehens kam es kurzzeitig zu Verkehrseinschränkungen, insbesondere im Bereich des Knieperwalls. Aus polizeilicher Sicht kam es zu keinen weiteren besonderen Vorkommnissen oder Störungen.

Von kst