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Stralsund Darmkrebs den Kampf angesagt
Vorpommern Stralsund Darmkrebs den Kampf angesagt
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10:36 28.03.2013
Darmkrebs ist eine Erkrankung des höheren Alters. Zur Früherkennung sollten Männer und Frauen ab 55 Jahren die Darmspiege- lung unbedingt in Anspruch nehmen.“Dr. Alexander Baubin (34), Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie Quelle: Jürgen Schwols
Stralsund

Unter dem Motto „...aus Liebe zur Vorsorge“ wurde der Monat März bereits zum zwölften Mal in ganz Deutschland als Darmkrebsmonat ausgerufen, um die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf dieses Thema zu konzentrieren.

Darmkrebs gehört zwar deutschlandweit zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen, lässt sich aber auch durch Vorsorge am besten vermeiden oder — rechtzeitig erkannt — mit hoher Wahrscheinlichkeit heilen.

„Solange die Erkrankung nur auf die Darmwand beschränkt ist, betragen die Heilungschancen nahezu 100 Prozent“, erklärt Dr. Alexander Baubin, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie vom Helios Hanseklinikum, das gemeinsam mit zahlreichen Gesundheitsorganisationen, Unternehmen, Kliniken und Privatpersonen aus dem gesamten Bundesgebiet in diesen Tagen ganz besonders um die Aufklärung zum Thema Darmkrebs bemüht ist.

Auch wenn die Ursachen dieser Erkrankung noch nicht eindeutig geklärt sind, so sind Übergewicht, unausgewogene Ernährung, zu wenig körperliche Bewegung sowie Nikotin- und Alkoholkonsum als Risikofaktoren doch hinreichend bekannt. Eine gesunde Lebensweise allein reicht aber bei weitem nicht aus, um dem Darmkrebs erfolgreich zu begegnen. Im Frühstadium verursacht er meist keinerlei Beschwerden und hat sich deshalb mittlerweile den Beinamen „heimlicher Killer“ verdient.

Darmkrebs ist eine Erkrankung des höheren Alters, zu deren Früherkennung Männer und Frauen ab 50 Jahren den Stuhl-Blut-Test und ab 55 Jahren die Darmspiegelung (Koloskopie) unbedingt in Anspruch nehmen sollten“, empfiehlt Dr. Baubin.

Im Hanseklinikum wurden im Jahr 2012 etwa 1000 Koloskopien durchgeführt. Allerdings sei die Inanspruchnahme der Darmspiegelung als reine Vorsorgeuntersuchung verhältnismäßig gering. Das könne mit der in der Bevölkerung weit verbreiteten Befürchtung zusammenhängen, dass die Untersuchung schmerzhaft sei.

Auch in Bezug auf dieses Vorurteil klärt Dr. Baubin auf: „Hier am Hanseklinikum wird die Darmspiegelung unter Kurznarkose durchgeführt, so dass die Patienten von der — in unkomplizierten Fällen etwa 20 Minuten dauernden — Prozedur überhaupt nichts mitbekommen.“

Ein wenig unangenehm, aber dafür auch besonders wichtig sei lediglich die Vorbereitung einen Tag vor der Untersuchung.

Hier erhält der Patient zur Darmreinigung ein Präparat zu trinken, das nicht vom Darm resorbiert wird. „Wenn man von dieser Lösung drei Liter getrunken hat, ist der Darm einfach voll, und die weitere Flüssigkeitsaufnahme kostet schon einiges an Überwindung“, kann der Facharzt den häufigen Unmut seiner Patienten nachvollziehen.

Trotzdem rät er von Präparaten, die das Aufnehmen geringerer Flüssigkeitsmengen erfordern, ab. „Hier ist der Säuberungseffekt einfach nicht ausreichend gegeben, was sich dann negativ auf die Genauigkeit des Befundes auswirken kann.“ Jürgen Schwols

Symptome beachten und einen Arzt aufsuchen
Mit bundesweit jährlich 65 390 Neuerkrankungen hat sich Darmkrebs zur zweithäufigsten Todesursache bei den Krebskrankheiten entwickelt, wobei sowohl Frauen als auch Männer betroffen sind.

Laut einer Statistik der Felix-BurdaStiftung führen über 40 Prozent dieser Erkrankungen zum Tode.

Eine erschreckende Bilanz, deren Korrektur sich die Burda-Stiftung in einer Werbekampagne zur Aufgabe gemacht hat.

Neben den angebotenen Vorsorgeuntersuchungen sollte im fortgeschrittenen Alter aber auch möglichen Darmkrebssymptomen ausreichend Beachtung geschenkt werden.

Bei Veränderung des Stuhlgangs, Schwäche, einem Leistungsknick, Gewichtsverlust oder Blut im Stuhl sollte ein Arzt aufgesucht werden.

OZ

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